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KAB Diözesanverband Münster

26.08.2020

NRW-Verdienstorden für KAB-Kämpfer für menschenwürdige Arbeit

Köln. Prälat Peter Kossen hat den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Das Vorstandsmitglied der KAB im Diözesanverband Münster wurde in Köln von Ministerpräsident Armin Laschet für seinen Einsatz für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für osteuropäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geehrt.

„Diese Auszeichnung ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Sie gilt nicht mir allein, sondern allen, die sich in diesem Zusammenhang für Menschenwürde und Gerechtigkeit stark machen“, zeigte sich Kossen nach der Verleihung dankbar. „Ich glaube, dass diese Verleihung wieder ein Stück dazu beitragen kann, das Anliegen und die Situation der Beschäftigten in der Fleischindustrie in der Öffentlichkeit publik zu machen", betonte er. Dennoch sieht er die jetzt angekündigten politischen Maßnahmen zum Verbot von Leih- und Werkvertragsarbeitern bzw. Sub-Unternehmen als noch nicht ausreichend an. Die Geltung des Gesetzentwurfs erst ab 50 Beschäftigten sei problematisch, die Kontrollen müssten ausgeweitet und verschärft werden. Außerdem gäbe es neben der Fleischindustrie viele weitere Branchen, in denen vergleichbare Zustände herrschten.

Sehr erfreut über die Verleihung zeigten sich auch die Vertreter der KKV-Bezirksgemeinschaft Oldenburg (Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) und des KAB-Landesverbands Oldenburg, die bei der Feier zugegen waren. Die beiden Verbände hatten sich in einer gemeinsamen Initiative für eine Ehrung Prälat Kossens eingesetzt. „Mit einer so schnellen Entscheidung hatten wir gar nicht gerechnet, aber umso erfreulicher ist es natürlich“, sagte Georg Konen, Vorsitzender des KKV im Oldenburger Land.

Kossen, der Politiker in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen seit vielen Jahren über die Missstände bei den großen deutschen Fleischkonzernen aufklärt und in die Öffentlichkeit gegangen ist, erhält den Verdienstorden des Landes gemeinsam mit dem Fußballspieler Mario Götze und zwölf weiteren Geehrten, die sich gesellschaftlich in vielen Bereichen engagieren. Die Feierlichkeiten im Palais der Kölner Flora fanden am Tag des 74-jährigen Bestehens des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen statt.  

"Spätestens seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in zwei fleischverarbeitenden Betrieben ist er bundesweit bekannt als hartnäckiger Kämpfer gegen menschenunwürdige Arbeits- und Lebensdingungen und für Menschenwürde und Gerechtigkeit", so die NRW-Staatskanzlei über die Ehrung von Monsignore Peter Kossen. Laschet würdigte in diesem Zusammenhang auch die sozialpolitische Arbeit der KAB, mit der sich Kossen auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen, gerechte Mindestlöhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetze.

Kossen hatte seit vielen Jahren gemeinsam mit Gewerkschaften und der KAB die Politik auf die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen hingewiesen. Er kritisierte vehement die Politik, dass sie durch die Legalisierung von Sub-Sub-Unternehmen sklavenähnliche Zustände in deutschen Unternehmen zulasse.

Im anschließenden persönlichen Gespräch mit dem Ministerpräsidenten erläuterte Kossen seine Erfahrungen: „Immer mehr Familien bleiben langfristig hier. Sie zu integrieren, das ist unsere Herausforderung. Als alternde Gesellschaft sind wir doch auf den Zuzug von Familien angewiesen. Wenn wir uns um sie kümmern profitieren wir letztlich alle davon.“


Text: Rabbe/Eisenbart
Foto: Rabbe

Stephan Eisenbart (links) vom KAB Landesverband Oldenburg und Georg Konen (rechts) von der KKV Bezirksgemeinschaft Oldenburg hatten sich für die Ehrung von Prälat Kossen stark gemacht.

Stephan Eisenbart (links) vom KAB Landesverband Oldenburg und Georg Konen (rechts) von der KKV Bezirksgemeinschaft Oldenburg hatten sich für die Ehrung von Prälat Kossen stark gemacht.

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