Hamm. Zur Bezirksversammlung 2026 hatte das Bezirksleitungsteam Hamm-Münster-Warendorf der KAB ins Pfarrheim St. Marien in Hamm-Heessen eingeladen – und viele Mitglieder sowie Gäste folgten der Einladung. Im Mittelpunkt stand das Thema „Zeitungerechtigkeit“: die Frage also, wie Zeit, Verantwortung und Lebensleistungen in Care-Arbeit und Ehrenamt gerechter anerkannt werden können.
In einer Podiumsdiskussion debattierten die Teilnehmenden mit Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm, und Daniel Hagemeier, Mitglied des Landtags NRW, über Anerkennungsmöglichkeiten für Lebensleistungen – insbesondere von Frauen – in Familie, Pflege, Care-Arbeit und ehrenamtlichem Engagement. Aus kommunalpolitischer und landespolitischer Perspektive wurden unterschiedliche Ansätze zur Unterstützung von Familien und zur besseren Wertschätzung unbezahlter Arbeit deutlich. Zugleich erhielt die Versammlung Einblicke in den familienfreundlichen Weg der Stadt Hamm.
Moderiert wurde die Diskussion von Wolfgang Kollek, Diözesanvorsitzender der KAB im Bistum Münster. Sein Fazit fiel positiv aus: „Es war eine sehr gute Debatte. Das Publikum konnte immer wieder eigene Impulse einbringen. Und was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist: Die Diskussion wurde sehr sachlich geführt.“
Kordula Kollek, Sprecherin des Bezirksleitungsteams, führte durch den Tag. Sie bedankte sich beim Ortsverein St. Marien für die Organisation und Unterstützung der Versammlung. Neben der Podiumsdiskussion standen auch der Kassenbericht, die Entlastung des Leitungsteams sowie Gremienwahlen auf der Tagesordnung. Aus dem Leitungsteam verabschiedet wurde Werner Beiler. Neu gewählt wurden Marlies Jägering, Kordula Kollek, Inge Ossenbrink, Michaela Sendwicki, Berthold Vilbusch und Karsten Weidisch. Der Gottesdienst mit Karsten Weidisch griff das Thema des Tages ebenfalls auf und rundete die Bezirksversammlung ab.
Text: KAB Hamm-Münster-Warendorf
Foto: Michaela Sedwicki