Uedem/Kreis Kleve/Kreis Wesel. Unsichtbare Arbeit, unsichtbare Zeit – vor allem die Zeit von Frauen wird nicht gesehen – so Dr. Michael Schäfers von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit Blick auf die Forderungen der KAB Niederrhein zum Thema der diesjährigen KAB Bezirksversammlung „Zeit(un)gerechtigkeit – Alle Arbeit zählt“. Er erinnert daran, dass die Märkte den Takt diktieren und Arbeit, die nicht per Stundenlohn gerechnet wird wie Familienarbeit und Ehrenamt unsichtbar sind. „Eine Gesellschaft, die Zeitgerechtigkeit umsetzen will, ist eine andere Gesellschaft.“, so Schäfers.
In seiner Einführung geht Prof. em. Dr. Norbert Mette auf die Frage der Zeit in der Arbeitswelt und die Beschleunigung der Märkte durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ein. Er erläutert dazu die Enzyklia „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV.
Neues Leitungsteam im Bezirk Niederrhein
Im Anschluss an die engagiert geführte Diskussion standen die Wahlen für das Bezirksleitungsteam der KAB Niederrhein auf dem Programm. Gewählt wurden für die nächsten beiden Jahre: Michael Schulz (Voerde), Doris Mayer (Xanten), Eva Müller (Neukirchen-Vluyn), Dietmar Stalder (Goch) sowie Marlies Fritz, Edgar Delveaux und Norbert Fabian (Duisburg). Des Weiteren wurde über die Vertretung im Diözesanvorstand und in der Diözesanversammlung abgestimmt.
Grußworte
Maria Ingenerf, stellv. Bürgermeisterin ruft den Teilnehmenden in Erinnerung, sich Zeit zu nehmen für die Menschen: „Nutzen Sie heute die Zeit für guten Austausch.“
Christoph Mühl, der neue Geistliche Leiter des KAB Diözesanverbandes Münster stellt sich der KAB Niederrhein vor. Er freut sich auf gute Begegnungen und die Zusammenarbeit mit den KAB-Mitgliedern.
Verabschiedung
Die Versammlung verabschiedete Hubert Poen (Goch) aus dem Bezirksleitungsteam. Er hat sich viele Jahre für den Bezirksverband eingesetzt und sich insbesondere für die Partnerschaft mit Uganda engagiert. Er wird in dem neu gewählten Team fehlen. Leider konnte Poen an der Veranstaltung nicht teilnehmen.
Text: KAB
Foto: Ulrike Klorer
09.09.2026