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KAB Diözesanverband Münster

Entlasten, nicht entmündigen.

 

Vreden. Der Verleih der Ketteler-Plakette für herausragendes bürgerschaftliches Engagement, die Wahl eines Bezirksleitungsteams und die Diskussionsrunde mit Vertreter*innen aus Politik und Gewerkschaft über den Einsatz von KI waren die Höhepunkte der Bezirksversammlung der KAB Borken in Vreden.

KI: Die Verantwortung muss beim Menschen bleiben

Annette Brun, stellvertretende Landrätin des Kreises Borken, brachte es in ihrem Grußwort auf den Punkt: „KI darf entlasten, aber nicht entmündigen.“ Einig mit Brun zeigten sich auch die anderen Gäste der diesjährigen Bezirksversammlung: Wilhelm Korth, MdL, Hermann Hölscheidt, KAB Diözesansekretär und Pater Freni Karaluthara Kunjachan, Präses der KAB Emmanuelle Ketteler e.V..

In drei Gesprächsrunden am Tisch konnten die Teilnehmenden mit der Landtagsabgeordneten Heike Wermer, mit Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp und Gewerkschafter Karim Peters über die Frage, welche Rolle KI in Zukunft spielen wird, diskutieren.

Heike Wermer, MdL, betonte die europäische Perspektive der Frage und die Bedeutung des Datenschutzes. Europa müsse sein Gewicht als großer Markt gegenüber den USA nutzen.

Für Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp kann KI bei der Sichtung von Anträgen auf Vollständigkeit unterstützen wie beispielsweise bei der Hundesteuer und Wohngeldanträgen. Er betonte, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus über Anträge entscheiden und nicht die KI.

Karim Peters von der IG Metall warnte vor Risiken, wenn KI beispielsweise bei der Sichtung von Bewerbungsunterlagen eingesetzt würde. Eine Vorauswahl durch KI könne zu Diskriminierung führen und es brauche Regelungen in den Betrieben, damit die Verantwortung immer beim Menschen liegt.

Wie alle Gesprächsteilnehmer*innen sieht Peters, dass KI die Arbeitsplätze und auch das soziale Gefüge am Arbeitsplatz stark verändern wird: Neue Arbeitsplätze und Berufsbilder entstünden und andere Arbeitsplätze würden abgebaut.

Die Versammlungs-Teilnehmer*innen mahnten in ihren Beiträgen, dass die Kontrolle und Verantwortung immer beim Menschen bleiben müsse. Wichtig sei Bildung in den Schulen und Fortbildungen und Qualifizierungen in den Betrieben, damit Mitarbeitende sich weiterentwickeln können und niemand den Anschluss verliert. „Wir haben den kritischen Auftrag der Versammlung, die Risiken im Blick zu halten, verstanden“, versprach Wermer in ihrem Schlusswort.

Ketteler-Plakette 2026 für das „Kaffee-Dienst-Team“

Mit der Ketteler-Plakette wurde in diesem Jahr das Team der Begegnungsstätte „Kettelerhaus“ Vreden geehrt. Dieses „Kaffee-Dienst-Team“ möchte im Kettelerhaus einen Ort der Begegnung schaffen, in dem sich Menschen aller Generationen und Kulturen wohl fühlen. Norbert Uhling und Gertrud Vorholt übergaben die Auszeichnung stellvertretend für das ganze Team an Günter Kleingunnewyck, Vorsitzender der KAB Emmanuel Ketteler e.V..

Neue Bezirksleitung gewählt

Am Nachmittag wählten die Mitglieder des KAB-Bezirkes Borken ein neues Bezirksleitungsteam: Marita Vering (Heiden), Josef Schwering (Ottenstein), Gertrud Vorholt, Klaus Bußkönning und Ulrich Haucke (alle Borken), Norbert Uhling (Alstätte) und Christel Kleingunnewyck (Vreden).

Text: KAB vom 31.03.2026

 

 

 

 

 

 

KAB diskutiert mit ihren Gästen zum Thema KI (v. l.): Christel Kleingunnewyck, Norbert Uhling (beide KAB), Karim Peters, Gewerkschaftssekretär IG Metall, Heike Wermer, Landtagsabgeordnete/CDU, Dr. Tom Tenostendarp, Bürgermeister aus Vreden, Gertrud Vorholt (KAB) und Wilhelm Korth, Landtagsabgeordneter/CDU.

Das neu gewählte KAB-Bezirksleitungsteam (v. l.): Marita Vering aus Heiden, Josef Schwering aus Ottenstein, Gertrud Vorholt, Klaus Bußkönning und Ulrich Haucke (alle drei) aus Borken, Norbert Uhling aus Alstätte und Christel Kleingunnewyck aus Vreden. Foto: Ulrike Klorer

Ehrung für das Kettelerhaus-Team (li.): Günter Kleingunnewyck nimmt die Plakette für herausragendes bürgerschaftliches Engagement entgegen. Foto: Ulrike Klorer

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