Ibbenbüren/Nordmünsterland. „Wie können Frauen entlastet werden?“ Simone Wendland, Landtagsabgeordnete der CDU stellt bei der Bezirksversammlung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Nordmünsterland die Frage und gibt zwei Antworten aus dem politischen Alltag des Landes: Familien mit kleinen Kindern brauchen verlässliche Zeiten für die Kinderbetreuung und im Landtag wurden die Weichen dafür gestellt. Eine weitere Entlastung kann die fortschreitende Digitalisierung der Behörden sein: „Sie soll Menschen Zeit verschaffen, im Alltag Behördengänge digital zu erledigen. Insbesondere Frauen erledigen hier die meisten Gänge,“ so die Abgeordnete in ihrem Statement.
Simone Elsweier, Vorsitzende der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Bistum Münster denkt bei dem Stichwort „Zeitgerechtigkeit“ zuerst an Arbeitszeitgerechtigkeit, Dienstpläne und vor allem Schichtpläne. Elsweier betont: „In Familien mit zwei Erwerbstätigen in Schichtarbeit muss sehr viel Zeit organisiert werden.“ Da viele Frauen in Teilzeit arbeiten greift Elsweier auch die Folgen für diese auf und verweist auf die fehlenden beruflichen Möglichkeiten, wenn Fortbildungen und Karriere nur für Vollzeitbeschäftigte vorgesehen sind und am Ende des Erwerbslebens eine geringere Rentenleistung wartet.
Grußworte
Susanne Spilker-Gottwald, stellv. Bürgermeisterin begrüßt die KAB in Ibbenbüren und macht deutlich, dass für sie Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier existieren darf. „Gleichstellung bedeutet, alle müssen die Möglichkeit haben ihr Leben zu gestalten.“ Aber Gerechtigkeit geht noch weiter, da alle in ihrem Alltag mitzudenken sind. Mit Blick auf die Gesellschaft sollte nicht nur im Fokus stehen, was bezahlt wird, so Spilker-Gottwald, „sondern was gebraucht wird.“
Ehrenamtspreis des Bistums Münster
Mit der Aktion „Nikolaus im Fahrerhaus“ hat die KAB Münster den Ehrenamtspreis des Bistums Münster gewonnen. Sigrid Audick, stellv. Bezirksvorsitze der KAB Münster, hat die Urkunde zur Versammlung mitgebraucht und verbindet damit gleich die Einladung an die KAB-Mitglieder, sich auch in diesem Jahr am Sonntag den 6. Dezember 2026 an der Aktion zu beteiligen und auf schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der LKW-Fahrerinnen und -Fahrern aufmerksam zu machen und auf den Rastplätzen an die Fahrerinnen und Fahrer ein „Dankeschön“ in Form einer gut gefüllten Nikolaus Tüte zu verteilen.
Wahlen
Im Anschluss wählten die KAB-Mitglieder ihre Vertretung in die Diözesanversammlung der KAB Münster.
Text: KAB