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KAB Diözesanverband Münster

Christliche Werte und soziales Handeln

Ochtrup. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Nordmünsterland hat bei ihrer Bezirksversammlung in Ochtrup ihr Leitungsteam gewählt: Werner Rieke aus Recke, Heike Mulder, Renate Engbert, Dieter Hast aus Mettingen, Ludger Bußmann und Christian Baartz aus Ibbenbüren. Bezirkspräses ist Pfarrer Clemens Döpker aus Greven. Die stellvertretende KAB-Diözesanvorsitzende Elisabeth Hönig dankte allen, die sich zur Wahl für diese Leitungsämter gestellt hatten. Zuvor hatte Bürgermeisterin Christa Lenderich das Engagement der KAB gewürdigt und besonders deren Auftrag, christliche Werte und soziales Handeln in die Gesellschaft zu bringen, herausgehoben.

Unter der Fragestellung „Grenzenlos digital – mittendrin oder abgehängt?“ hatten am Vormittag die rund 30 Delegierten aus den Ortsvereinen über die fortschreitende Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) diskutiert. Gesprächspartner waren Benjamin Pankow, IG Metall, Jürgen Coße, MdB und Bernd Ahlmann von den Senioren Ochtrup.

Der Gewerkschafter Pankow beurteilte die zukünftige Nutzung von KI als „wettbewerbsentscheidend für die Unternehmen“. Sie werde Arbeitsabläufe, Arbeitsplätze, ganze Betriebe als soziale Orte massiv verändern. Pankow mahnte: „Wir müssen wachsam bleiben mit unseren Daten.“ Jürgen Coße sprach sich für eine Art „Datenverkehrsordnung“ aus, die vor allem den negativen Phänomenen wie Hass und Hetze im Netz begegnen soll. Coße betonte, wie wichtig gesellschaftliche Teilhabe an politischen Prozessen sei. Er vertraue in die Kraft der Gesellschaft, die mit Veränderungen umgehen könne, wenn man sie stark beteilige, so der Abgeordnete. Bernd Ahlmann von der Interessengemeinschaft Senioren kritisierte, dass Banküberweisungen am Schalter kostenpflichtig sind. Er wisse aus seiner Beratungsarbeit, dass gerade viele ältere Menschen Unterstützung im digitalen Leben bräuchten. Ahlmann warb dafür, grundsätzlich die Möglichkeit von analoger Teilhabe zu erhalten.

Eine besondere Geschichte konnte Arnold Hoppe, Vereinsvorsitzender der KAB St. Paulus Ochtrup, erzählen. Das Rednerpult, das im Raum stand, schaffte die KAB bereits 1896 an. Während der Nazi-Herrschaft konfisziert, wurde es dem Verein nach dem Krieg zurückgegeben. Irgendwann verschwand es, berichtete Hoppe, war nicht mehr auffindbar. Bis vor kurzem, da tauchte es wieder auf und war während der ganzen Versammlung als stummer Zeitzeuge dabei.

Text: KAB
Foto: Ulrike Klorer
16.09.2025

Dank an die Gäste bei der KAB-Bezirksversammlung In Ochtrup (v. li.): Werner Rieke (KAB), Jürgen Coße (MdB), Benjamin Pankow (IG Metall), Bernd Ahlmann (Senioren Ochtrup), Bezirkspräses Clemens Döpker, Dieter Hast, Elisabeth Hönig, Renate Engbert (alle KAB).

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