DIÖZESANVERBAND

Union zementiert die Altersarmut von Frauen

Köln. "Die Politik von CDU und CSU sorgt dafür, dass Frauen nicht nur in der Teilzeitfalle, sondern auch in der Armutsfalle im Alter hängen bleiben". Dies erklärt die neue KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl angesichts der anhaltenden Unions-Blockade zu einem Rückkehranspruch von Arbeitnehmer*innen in die Vollzeitbeschäftigung.

Damit reagiert der katholische Sozialverband auf die erneute Absage von Mitgliedern der CDU-Spitze, Teilzeitbeschäftigten und damit besonders Frauen eine Garantie für die Rückkehr in eine Vollzeitstelle zu ermöglichen. Sachsen-Anhalts Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding (CDU) hatte auf dem Treffen der Landesfrauenministerinnen in Weimar erklärt, dass die unionsgeführten Länder eine solche Regelung ablehnen, weil Belastung für kleine und mittlere Betriebe entstehen könnten. "Hier wird die Bereitschaft Kindererziehung und Pflegearbeit zu übernehmen zu einer Lebensfalle besonders für Frauen", beklagt KAB-Vorsitzende Etl. So führe die Zeit der Kindererziehung zu einem geringeren Einkommen und später im Alter zu einer geringeren Rente. Auch die Anerkennung der Kindererziehungszeiten verhindere die Altersarmut nicht.

Die durchschnittliche Rente von Frauen beträgt lediglich 634 Euro - gegenüber 1.056 Euro für Männer. Mit der Verweigerungshaltung der Union wird eine eigenständige und ausreichende  Alterssicherung buchstäblich verhindert. "Wir müssen endlich die Frauen aus der Armutsfalle befreien. Das solidarische, leistungsbezogene System muss gestärkt und die Erziehungs- und Pflegeleistungen besser anerkennen werden, wenn wir die Altersarmut nachhaltig bekämpfen wollen", erklärt die KAB-Bundesvorsitzende.

 

14.06.2017

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