DIÖZESANVERBAND

Marlies Jägering, Mitglied im Vorstand der Bischof-Hermann-Stiftung.

Marlies Jägering, Mitglied im Vorstand der Bischof-Hermann-Stiftung.

Münster. Sich mit Finanzen beschäftigen und Entscheidungen treffen – das kennt Marlies Jägering noch aus ihrer beruflichen Zeit. Heute kann die 68-jährige Rentnerin ihre Erfahrungen als hauptberufliche Geschäftsführerin des „Förderring Jugend und Familie e. V.“ in ihr Ehrenamt einbringen: Für die KAB sitzt sie seit 2017 im Vorstand der Bischof-Hermann-Stiftung in Münster. Die Bischof-Hermann-Stiftung ist Träger verschiedener sozialer Einrichtungen – vor allem aber von Einrichtungen für wohnungslose Menschen wie etwas das Haus der Wohnungslosenhilfe (HdW) und das Kettelerhaus in Münster. Das Engagement passe zur KAB und auch zu ihr, findet Jägering. Deshalb habe sie auch zugesagt, als KAB-Diözesansekretär Hermann Hölscheidt sie fragte, ob sie für den katholischen Sozialverband im Vorstand der Stiftung mitarbeiten wolle. Die KAB darf ein Vorstandsmitglied vorschlagen.

Marlies Jägering ist KAB-Mitglied durch und durch. Sie ist Vorsitzende ihres Ortsvereines Herz Jesu, Mitglied im Leitungsteam des Stadtverbandes und im Bezirksvorstand Hamm-Münster-Warendorf. Sie war mit ihrer KAB und den Gewerkschaften beim Bürgerentscheid zum freien Sonntag aktiv und macht sich stark gegen prekäre, unsichere Arbeitsverhältnisse.

Mit Respekt für alle Mitarbeiter*innen
In den Sitzungen erhält Jägering Einblicke in die Arbeit der Einrichtungen, kann Projekte mitentwickeln und mit den anderen Vorstandsmitgliedern die Finanzlage dafür besprechen. Wie so oft hat auch Marlies Jägering durch dieses Ehrenamt Neues kennen- und vor allem schätzen gelernt. „Ich habe viel Respekt und Hochachtung vor den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen“, erzählt sie. Der Umgang mit Menschen, die lange Zeit wohnungslos sind, Drogen konsumieren oder sozialtherapeutische Hilfe benötigen, fordere viel von den Beschäftigten. Etwa 350 Erwachsene und Jugendliche werden derzeit stationär oder ambulant von den Stiftungseinrichtungen begleitet und betreut.

KAB an traditionsreichem Ort
Seit 2016 gibt die Bischof-Hermann-Stiftung der KAB wieder eine Art „Zuhause“: Gemeinsam mit 13 weiteren Organisationen bezog der katholische Sozialverband das „Haus der Verbände“. Das Haus steht an einem traditionsreichen Platz neben dem Kettelerhaus. Dort hatten KAB und der Jugendverband CAJ bis in den 90er Jahren schon einmal ihre Geschäftsstellen. Marlies Jägering selbst arbeitete bis 1979 als CAJ-Diözesansekretärin im Kettelerhaus.

Echte Verbundenheit über Jahrhunderte
Die Geschichte der KAB mit der Stiftung reicht jedoch bis ins letzte Jahrhundert. „Vor über 100 Jahren stand an dieser Stelle ein großer Saal für Versammlungen“, weiß Jägering. Den habe der katholische Arbeiterverein, die heutige KAB, lange Jahre vielfältig genutzt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude völlig zerstört und der Platz blieb leer – bis das Haus der Verbände gebaut wurde. Nun ist die KAB mit ihren Büros wieder nahe bei der Bischof-Hermann-Stiftung. Das freut Jägering – nicht nur, weil der Ort zentral und für alle Ehrenamtlichen der KAB gut zu erreichen ist, sondern auch, „weil ein Zeichen der echten Verbundenheit von Bischof-Hermann-Stiftung und der KAB ist.“


Text: Heike Honauer
Foto: privat
09.05.2019

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