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Peter Kossen spricht zum Tag für menschenwürdige Arbeit.

Münster. Er ist eine starke und deutliche Stimme für Menschenwürde und Gerechtigkeit in der Arbeitswelt: Pfarrer Peter Kossen aus Lengerich kritisiert seit langem, wie Menschen, vornehmlich aus Osteuropa, hierzulande „angemietet, verschlissen und dann entsorgt werden.“

Über „Moderne Sklaverei in der Parallelwelt einer sozialen Marktwirtschaft“ spricht der engagierte Pfarrer am Dienstag, 30.09.2025 um 19:30 Uhr im Pfarrzentrum St. Clemens in Münster-Hiltrup. Eingeladen hat ihn die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Clemens Hiltrup im Rahmen des Welttages für menschenwürdige Arbeit.

Arbeitnehmer-Freizügigkeit ist eine der großen Errungenschaften der Europäischen Union. Doch unter dem Radar der Rechtsstaatlichkeit habe sich seit 30 Jahren in der Fleischindustrie, in der Logistik und in weiteren Branchen eine Art Schattenwelt entwickelt, kritisiert Kossen. Eine „Geisterarmee von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten“ gäbe es inzwischen. Arbeitskräfte aus Osteuropa, die wie moderne Sklaven ausgebeutet und in menschenunwürdigen Unterkünften regelrecht abgezockt würden. Peter Kossen wird über seine Erfahrungen und auch über die Arbeit des Vereines „Aktion Würde und Gerechtigkeit e.V.“ berichten.

Der „Welttag für menschenwürdige Arbeit“ ist am 7. Oktober. Seit 2008 wird er begangen. Hauptanliegen sind das Verbot von Kinderarbeit, die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz, Arbeitsschutz und soziale Sicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Abbau des Niedriglohnsektors.

Text: KAB
Foto: privat
29.08.2025

Pfarrer Peter Kossen spricht am 30.09.25 bei der KAB St. Clemens in Hiltrup über Ausbeutung von Arbeiter*innen in Deutschland. Foto: privat

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