Borken. Die Zahlen der von einer psychischen Erkrankung Betroffenen ist in den letzten Jahren gestiegen und ein Grund dafür können Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sein. Mit der Medizinerin und Autorin Dr. Laura Dalhaus diskutierten rund zwanzig Teilnehmende bei einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).
Dr. Dalhaus machte deutlich, dass der Druck am Arbeitsplatz, Überstunden, ständige Veränderungen, der globale Wettbewerb, aber auch die Sorge um den Arbeitsplatz Ursachen für psychische Erkrankungen sein können. Dabei kann es alle Erwerbstätigen betreffen.
Ihr Rat für den Alltag: „Wenn es stressig wird, brauche ich feste Zeiten, um meine Batterien wieder aufzuladen.“ Ein erster Fehler im Alltag ist oft an dem zu sparen, was einem guttut. Sie räumt aber auch ein, dass es Lebensphasen gibt, wo notwendige Pausen kaum oder gar nicht möglich sind.
Im weiteren Verlauf gab Dr. Dalhaus den Hinweis, wie wichtig Kommunikation am Arbeitsplatz ist, denn: „Großer Ärger beginnt oft mit Kleinigkeiten.“ Und mit Blick auf Vorgesetzte setzte sie hinzu „Strukturelle Probleme sind Chefsache.“ Der Abend machte allen Anwesenden klar, es lohnt sich über Arbeitsbedingungen und das Thema Gesundheit und Prävention im Gespräch zu bleiben.
Text/Foto: KAB
06.03.2026