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Bezirk Hamm-Münster-Warendorf

Zur Verzögerung Arbeitsschutzkontrollgesetz - Kommentar Peter Kossen - 25. Oktober 2020

Der Bezirksverband Hamm - Münster - Warendorf veröffentlicht in Solidarität zu Peter Kossen folgenden Pressetext:

CDU/CSU agiert erbärmlich und empörend!

Die für den kommenden Donnerstag im Bundestag geplante Abstimmung über das Arbeitsschutzkontrollgesetz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wurde kurzfristig auf Verlangen der CDU/CSU von der Tagesordnung genommen. Man will die Leiharbeit weiter ermöglichen.

Leiharbeit wird damit zum willkommenen Schlupfloch: Schon bisher wurde die massenhafte Verdrängung von Stammbelegschaft durch Werkvertrags- und Leiharbeit mit dem fadenscheinigen Vorwand von Belastungsspitzen und Saisongeschäft begründet. In Wirklichkeit geht es um primitives Lohn- und Sozialdumping. Unternehmer-Verantwortung wird weggeschoben. Vielfach wird völlig skrupellos ein Sumpf dubioser Leiharbeitsfirmen genutzt, um einfachste Standards von Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechten auszuhebeln. CDU und CSU machen sich hier zum Komplizen moderner Sklaverei, statt diesen Sumpf trockenzulegen.

Arbeitsmigrant*innen aus Ost- und Südosteuropa schuften in der Fleischindustrie und weiteren Branchen als Menschen zweiter Klasse. Zehntausende moderne Sklaven sind nicht auf dem Radar von Rechtsstaat und Gesetz: ein System organisierter Verantwortungslosigkeit. Die Corona-Pandemie hat zu Tage gebracht, wie Frauen und Männer mit schwerster Arbeit verschlissen und darüber hinaus mit Wuchermieten für Bruchbuden abgezockt werden. Risikogruppe sind sie durch ihre vielfach unerträglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Großschlachthöfe und Massenunterkünfte sind zu Hotspots geworden. Daran sollte das Gesetz etwas ändern und Rechtsstaatlichkeit wiederherstellen.

In erbärmlicher und empörender Weise versuchen nun CDU und CSU, das überfällige Gesetz zu verzögern und zu verwässern. So ist es in den vergangenen Jahren immer wieder gewesen, deshalb hat sich bis heute nichts zum Guten verändert. Die Regelung raube den Betrieben die notwendige „Beinfreiheit“, heißt es von der Union. Das Bild ist gut gewählt! Die „Beinfreiheit“ nutzt die Fleischindustrie dazu, Menschenwürde und Gerechtigkeit mit Füßen zu treten.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass die mafiös durchseuchte Fleischindustrie jedes Schlupfloch brutal zur Ausbeutung und Abzocke ausnutzt. Mit der Mafia jedoch kann man keine Kompromisse machen! Keine Zugeständnisse auf Kosten von Würde und Gerechtigkeit! Die CDU/CSU sollte Partei ergreifen für die Opfer, nicht für die Täter!

Nur ein radikaler Schnitt ohne weitere Verzögerung kann eine wirkliche Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der hart arbeitenden Menschen in der Fleischindustrie herbeiführen. Zurück zur Stammbelegschaft! Jetzt!

Text: Peter Kossen, Foto: Bernd Kerckhoff

 

 

 

Ausstellung "Prekäre Arbeit - Prekäres Leben" in Ahlen-Vorhelm am 11.10.2020

Die Fotoausstellung von Verdi "Prekäre Arbeit - Prekäres Leben" war auf Zwischenstation in Ahlen-Vorhelm.

Der dortige Ortsverein und der Arbeitskreis Arbeit und Soziales vom KAB Bezirk Hamm-Münster-Warendorf hatten das ermöglicht.

Mit dem KAB Bezirkspräses Karsten Weidisch wurde in einem emotionalen Gottesdienst auf die Lebenssituation von Menschen aufmerksam gemacht, die zu Corona-Zeiten systemrelevant waren oder jetzt nahezu vergessen sind.

Vielen Dank den Initiatoren für ihren Mut in Corona-Zeiten sich so engagiert einzusetzen!

Und es wurden auch wieder erfolgreich Unterschriften gesammelt für unsere Mindestlohn-Petition.
Wer sich beteiligen möchte hat auch online die Möglichkeit unter: www.kab.de/mindestlohn-petition

 

 

„Michael, Du schaffst uns…“ – Eine Teilnehmerin bei „Beten mit den Füßen“ (Günne)

Zugegeben, die Strecken waren teilweise etwas länger als im Vorfeld geplant. Doch das Laufen und der Austausch in der Gruppe, die Impulse zwischendurch und vor allem die herrlichen Wege durch den Arnsberger Wald oder direkt am Möhnesee ließen die Anstrengungen fast vergessen. Und auch die erreichten Ziele konnten sich sehen lassen: Die uralte Drüggelter Kapelle mit ihrer fantastischen Akustik, die Fürstenbergkapelle inkl. tollem Ausblick, das Naturschutzgebiet Hevearm, … Inhaltlich ging es dieses Mal um Übergänge in unserem Leben, z. B. nach dem Berufsleben in den (Un-) Ruhestand. Hilfreich dabei kann auch die Erfahrung sein, die die Teilnehmer*innen in diesen Tagen immer wieder machen durften: Irgendwie geht es immer weiter! Auch weil Gott immer mit uns auf dem Weg ist. Und wenn dann noch „sein Bodenpersonal“ so erfrischend und voll ansteckender Freude daherkommt wie Karsten Weidisch bei seinem Besuch und dem Gottesdienst auf der Wiese, macht das noch mehr Mut und Hoffnung. Alle wollen auch 2021 wieder mit dabei sein: 20.-24.09.2021 in Günne.

Text und Foto: Michael Grammig 

 

 

 

Großer Erfolg beim Sammeln von Unterschriften für die Mindestlohn-Petition

Einen großen Erfolg erlebte die KAB Herz Jesu, Münster beim Sammeln von Unterschriften für die Mindestlohn-Petition.

An zwei Wochenenden baten die Aktiven des Ortsvereins vor und nach den Gottesdiensten die Menschen im Stadtteil um ihre Unterschrift. Fast 150 Unterschriften waren der Lohn der Mühe.

"Ein tolles Ergebnis, das motiviert, weiter zu machen" sagten Thomas Tinnefeld und Marlies Jägering, Initiatoren der Aktion.

 

Wie war das mit dem Offenen Brief und den Reaktionen darauf?

Die Reaktionen und das Medienecho rund um den Offenen Brief findet ihr hier in der Zusammenfassung als PDF-Dokument. Gerne weiter verteilen.

 

 

Banner-Aktion der KAB Herz Jesu, Münster

Am 30. August 2020 wurden Banner zur Aktion Mindestlohn an der Herz-Jesu-Kirche, Münster, angebracht.

Am Sonntag 6. Sept. werden nach dem Gottesdienst in St. Mauritz Unterschriften gesammelt; am 12./13. September nach den Gottesdiensten in Herz-Jesu, Münster.

Am Samstag 12.09.2020 ist um 16.45 Uhr ein Gottesdienst der Gemeinde auf der Wiese am Pfarrer-Eltrop-Heim. Zelebrant ist Karsten Weidisch.

Wahlaufruf des KAB-Stadtverband Hamm gemeinsam mit dem Kreiskomitee der Katholiken im Kreisdekanat Warendorf

Der Stadtverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in Hamm bittet alle wahlberechtigten  Mitbürgerinnen und Mitbürger, an der bevorstehenden Kommunalwahl am 13. September 2020 teilzunehmen. „Das Wahlrecht ist ein hohes Gut, es ermöglicht eine aktive Mitgestaltung der Politik und stärkt die Demokratie, gerade auch in unserer Stadt Hamm. Nun müssen wir unsere Einflussmöglichkeiten auch nutzen“, so Franz Josef Nordhaus, Sprecher des KAB-Stadtverbands.

In der aktuellen Situation mit den Auswirkungen der Pandemie sind gerade die kommunalen  Mandatsträger in der Pflicht, verstärkt einen Blick auf die Lebensbedingungen der Werkvertragsarbeiter*innen, zum Beispiel bei den Verhältnissen in der Unterbringung,  zu werfen, auch wenn in Hamm durch den Abriss der „Gammel-Hochhäuser“ die größten Schandflecke schon beseitigt worden sind. Ein menschenwürdiges Leben sollte für alle ermöglicht und in kommunaler Verantwortung unterstützt, gefördert und kontrolliert werden.

Dies bezieht sich auch auf den Umgang mit „Fremden“ ganz allgemein, welcher weiter positiv vor Ort zu entwickeln ist.

Der Sonntagsschutz darf nicht weiter durchlöchert und insbesondere die verkaufsoffenen Sonntage dürfen nicht ausgeweitet werden. Sie sind für unsere Gesellschaft als Tag der Ruhe und der gemeinsamen Zeitgestaltung unverzichtbar. Aufgrund der coronabedingten Belastungen des Verkaufspersonals sollte in dieser Zeit ganz auf solche Sonntage verzichtet werden.

Besonders am Herzen liegen dem Stadtverband die Bereiche Kinder, Schule und Jugend. Ein Kindergartenplatz für jedes Kind muss selbstverständlich sein. Der bauliche Zustand und eine ausreichende Ausstattung unserer Schulen bedürfen höchster  Priorität. Letzteres bezieht sich auf Toilettenpapier, Seife und Desinfektionsmittel  genauso wie auf digitale Medien, Laptops und schnelles Internet. Zu prüfen ist auch, ob die Rückkehr zum „Hausmeisterprinzip“ pro Schule viele Probleme gar nicht erst entstehen ließen.

Ebenso sind Hol- und Bringzonen für PKWs an den Kitas und Schulen einzurichten und so die oft gefährlichen Situationen für das Kindeswohl  zu beseitigen.

Verstärkte Taten sind auch im Umweltschutz gefordert. Die Ausrufung eines Klimanotstandes allein genügt nicht. Dies bezieht sich auf nachhaltige Landwirtschaft, Landschafts- und Tierschutz, Förderung von direkter und nachhaltiger regionaler Vermarktung, Sauberkeit, Verbesserung des ÖPNV vor allem in und zwischen den Stadtbezirken, Sanierung von Radwegen und vieles mehr.

Schließlich fordert der KAB-Stadtverband alle Wahlberechtigten auf, mit kritischem Blick und offenen Augen und Ohren die Wahlversprechen aller Kandidatinnen und Kandidaten sowie der Parteien zu überprüfen und ihre Entscheidung zu treffen. Dabei wird deutlich betont, dass die AFD mit ihren Vorstellungen und Programmen mit christlichem Menschenbild und Werten nicht vereinbar ist.

Abschließend dankt der Stadtverband ausdrücklich den Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in den demokratischen Parteien für kommunalpolitische Aufgaben zur Verfügung stellen oder in diesen Parteien  mitwirken.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung ist mit ihren Gruppierungen in allen Stadtbezirken vertreten und nach dem DGB die größte Arbeitnehmer-Bewegung in Hamm.

Neues Gesicht in unserer Partnerschaft

Seit 1986 besteht unsere Partnerschaft mit der CWM Sri Lanka auf Augenhöhe und mit Gesicht. Ein neues "Gesicht" wurde uns jetzt von Sudharma Kummudumala, der dortigen National Sekretärin vorgestellt, nämlich ihre kürzlich geborene Enkeltochter Asherah. Der Facebook Kontakt macht es möglich, dass auch solche freudigen Nachrichten schnell und mit Foto ausgetauscht werden können.

Der Sprecher unseres Arbeitskreises "Internationale Solidarität" , Franz Josef Nordhaus, hält hier die Verbindung und hat auf diesem Weg auch schon gratuliert. Bis zum persönlichen Kennenlernen auf Sri Lanka wird es noch etwas dauern, aber die stolze Oma werden wir wohl im Herbst 2021 bei uns begrüßen können. Gut, dass unsere Partnerschaft auch mit und durch "neue Gesichter" lebendig bleibt. Dies würde sich der Arbeitskreis zur Verstärkung ebenso wünschen.

Informationen und Kontakt unter franz.josef.nordhaus@googlemail.com oder Telefon 02381/60679. 

 

 

„Beten mit den Füßen“ (21.-25.09.2020 in Günne)

Spätestens seit Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" ist Pilgern wieder in Mode.
Um schöne Natur zu erleben, muss man aber nicht bis Santiago laufen; auch der Möhnesee und der Arnsberger Wald lassen die Seele wunderbar zur Ruhe kommen.
Vom Heinrich-Lübke-Haus in Günne aus pilgern wir zu bekannten und weniger bekannten und gleichzeitig spirituellen Zielen rund um den Möhnesee.
Besonders eingeladen sind Menschen am Übergang vom Berufsleben in die nächste Lebensphase und alle, die gerne aktiv unterwegs sind (ca. 4-10 km pro Tag).
Die Teilnehmer*innen lassen sich von Impulsen dazu anregen neu über ihre Beziehung zu Gott, den Mitmenschen und nicht zuletzt zu sich selbst nachzudenken und neu Orientierung zu finden, erst recht mit Blick auf einen möglicherweise neuen Lebensabschnitt.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.kab-bildungswerk.de !

 

 

Achtsamkeit ist die wichtigste Aufgabe für uns alle!

Peter Kossen hat es am 3. Wallfahrtssonntag (5. Juli 2020) in seiner Predigt gesagt: Achtsamkeit ist die wichtigste Aufgabe für uns alle.

In seiner Predigt in der Wallfahrtskirche in Stromberg gab Peter Kossen Beispiele, wo es schon seit langem Missstände gibt: In der Lebensmittel-Industrie, die mit "Wegwerfmenschen" Profite erzielt. Aber nicht nur in dem Bereich, überall, wo Menschen ausgebeutet werden, damit wir z.B. Billigtextilien kaufen können, gibt es Menschenverachtung.

Achtsamkeit, gerade nach so einer weltweiten Krise, gegenüber allem, was auf dieser Welt existiert, ist das Gebot der Stunde.

Wir alle sollten diese Achtsamkeit in unser Leben einfließen lassen. Eine Botschaft, die wir als KAB gerne unterstützen!

Text: Wolfgang Kollek
Foto: Bernd Kerckhoff

 

 

Menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für alle!

Die aktuellen Ereignisse in der Fleischindustrie haben unseren Bezirksvorstand dazu motiviert, einen Offenen Brief an Politik, Behörden, Wirtschaft und Verbraucher zu schreiben.

Darin fordert er die politisch Verantwortlichen auf, endlich den Missbrauch von Werkverträgen auch außerhalb der Fleischindustrie zu verbieten, entsprechende gesetzliche Regelungen zu schaffen und das (Sub-)Subunternehmertum zu beenden.

Er appelliert aber auch an alle Verbraucher*innen, ihr Kauf- und Ernährungsverhalten zu überprüfen.  

Der Offene Brief im Wortlaut:

Text: Michael Grammig

 

 


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Auf dem Bild sind zu sehen (v. links nach rechts): Markus Freimuth, Ralf Höllmann, Stefan Terolsen, Jürgen Jasper, Raimund Lietmann, Horst Wohlgemuth und Franz Schwerdt.

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KAB-Büro eingeschränkt zugänglich.

Besuche und Beratungen in einem der Büros der KAB im Bistum Münster sind für Publikum nur nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Sie erreichen die Büros in Münster, Dülmen, Wesel und Vechta telefonisch von Montag bis Freitag zu den üblichen Bürozeiten.

Unsere Veranstaltungen 2020

Aufgrund der Corona-Virus-Pandemie prüfen wir jede Veranstaltung der KAB und des KAB-Bildungswerkes im Bistum Münster auf ihre Durchführbarkeit. Bitte informieren Sie sich in den zuständigen Regionalbüros und dem Diözesanbüro.

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