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Gemeinschaft trotzt der Krise.


Hopsten. „Gemeinsam auf dem Weg“ waren 86 Teilnehmer*innen bei der ersten Wallfahrt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) unter Corona-Bedingungen. Eingeladen hatte der Bezirk Nordmünsterland. Er hatte das Thema der Wallfahrt so gewählt, weil, so KAB-Regionalsekretär Josef Mersch, „wir alle in sehr bewegten Zeiten leben, die von uns viel abverlangen.“ Das Gemeinsame dürfe nicht verloren gehen, so Mersch weiter, dafür stehe auch die KAB.

In seiner Eröffnung lobte er die Ortsvereine, die jeder auf ihre Weise versuchten auch im sogenannten „Lockdown“ den Kontakt unter den Mitgliedern zu erhalten. Mit Stolz blickte er auf die Nähaktion „Solidarität jetzt!“ zurück, in der Frauen und Männer aus der KAB über 2000 Mund-Nasen-Masken für 32 soziale Einrichtungen genäht haben. Der, so Mersch „politische Arm der KAB“ habe sich zeitgleich unter dem Motto „Schluss mit leise!“ intensiv für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege eingesetzt. „Beschäftigte in der Pflege sind kein betriebswirtschaftlicher Kostenfaktor, sondern systemrelevant. Sie sind von existentieller Bedeutung für unsere Gesellschaft. Das haben nun hoffentlich alle verstanden“, betonte er.

In seiner Festpredigt fragte Bezirkspräses Clemens Döpker „Was hätte Jesus heute gemacht?“ Rückzug sei für Jesus sicher nicht in Frage gekommen – vielmehr, so der Pfarrer, hätte er den Kontakt zu den Menschen gesucht, wäre für die Menschen da gewesen in schweren Zeiten. Die Krise, so Döpker, habe auch viel neues Engagement, Wandel und neue Erfahrungen hervorgebracht. Um diese Erfahrungen ging es bei einem Akt der Ermutigung nach der Predigt: Alle Wallfahrtsteilnehmer*innen hatten Zeit sich zu überlegen, wie sie das Miteinander trotz Corona weiter gestalten wollen und dies auf Karten aufzuschreiben.

Viele der Karten nehmen die Entschleunigung, die die Menschen in den letzten Monaten erlebt haben, auf. „Mehr Zeit für Familie, Garten und Freunde. Weniger Terminstress“ und „Nachbarn helfen, Menschen freundlich begegnen, auch wenn es gerade nicht passt“, ist zu lesen. „Mal stehen bleiben und sich die Sorgen in Ruhe anhören“, schreibt einer. „Die alten und alleinstehenden Menschen nicht vergessen, für die allein Sterbenden beten“, wünscht eine andere. Die Verschwörungstheorien entlarvt eine Karte als Zerstörer des guten gesellschaftlichen Miteinanders: „Alle Menschen müssen mit nötigem Abstand zusammenhalten gegen die Verschwörungen und Falschmeldungen, die gegen die Gemeinschaft gerichtet sind.“

Die Gemeinschaft trotzt Corona und der Krise oder, wie Josef Mersch es formuliert: „Die KAB lebt auch unter Corona.“ Das machte dieser Gottesdienst auf dem Kapellenplatz in Hopsten deutlich. Wie sehr die örtliche Kirche verbinden kann, beschrieb eine Gottesdienstteilnehmerin so: „In der Phase der Kontaktlosigkeit hat mir persönlich das abendliche Glockengeläut sehr viel Hoffnung und Gemeinsamkeit mit meinen Lieben gegeben. So konnten wir gedanklich miteinander zusammen sein.“


Text: Heike Honauer
Foto: Heinrich Weßling
02.09.2020


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