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Stoppt die Schweinereien in der deutschen Fleischindustrie


Köln. Als Schweinerei bezeichnet KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann die Tatsache, dass Jahre lang auf Kosten der Gesundheit von Werksvertragsarbeitnehmern Unternehmen wie Tönnies und Westfleisch ihren Profit maximieren konnten, ohne dass die Politik eingriff. Dies erklärt Luttmer-Bensmann anlässlich der erschreckenden Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben der Tönnies-Gruppe.


Seit Jahren mahnt der katholische Sozialverband gemeinsam mit Sozialpfarrer Peter Kossen, dass die Politik die menschenunwürdigen Zustände in der fleischverarbeitenden Industrie unterbindet. "Jahrelang hat die Politik der Fleischindustrie-Lobby nachgegeben und mafiöse Wirtschaftsweise zugelassen auf Kosten der Gesundheit vieler Tausend Arbeitnehmer aus osteuropäischen Nachbarstaaten", kritisiert der Bundesvorsitzende scharf.


Äußerungen wie die von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, dass die osteuropäischen Arbeiter selbst schuld seien an der infektiösen Erkrankung, weil sie angeblich das Corona-Virus aus Osteuropa eingeschleppt hätten, weißt der Verband als „unverschämt“ zurück.


Die KAB fordert, dass Unternehmer in Haftung für die Gesundheit der Beschäftigten genommen werden und die Arbeitnehmer in der Fleischindustrie, statt bei ausbeuterischen Sub-Unternehmern direkt beim Hauptunternehmen angestellt werden. "Hier wird nicht Gesundheits-, sondern auch Mitbestimmungsrechte systematisch unterlaufen", so der KAB-Bundesvorsitzende Luttmer-Bensmann.


Text: KAB
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner
23.06.2020

 

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