Aktuelle Nachrichten

„Das mit Abstand interessanteste Seminargefühl“ - Politischer Grundkurs nach dem Shutdown.


Im Grünen und mit Abstand: Das erste Seminar des KAB-Bildungswerkes nach dem Shutdown in Salzbergen.

Im Grünen und mit Abstand: Das erste Seminar des KAB-Bildungswerkes nach dem Shutdown in Salzbergen.

Salzbergen. Das erste mehrtägige Seminar des KAB-Bildungswerkes nach dem Shutdown war etwas Besonderes – das hatte sich bereits im Vorfeld angedeutet. Michael Grammig, Bildungsreferent der KAB, freute sich, dass alle Teilnehmer*innen, die sich Monate zuvor angemeldet hatten, mit viel Freunde an echten Begegnungen und Lust am Lernen dabei waren. „Das mit Abstand interessanteste Seminargefühl“, lobte Grammig.

Ausgehend von den persönlichen Corona-Erfahrungen der Teilnehmer*innen zeigte Referent und Ökonom Ralf Welter aus Aachen komplexe ökonomische Themen anschaulich auf. Ob Einkommenskreislauf oder sogenannte „Zombie-Unternehmen“, ob Rebound-Effekte oder das aktuelle EZB-Urteil zu Staatsanleihen oder die Postwachstumsgesellschaft – alle Themen wurden engagiert diskutiert. „Gerade die Idee der Postwachstumsgesellschaft wird nach der C-Krise ein großes Thema werden“, so Welter. Es werde verstärkt um solche Fragen gehen: „Machen wir so weiter wie vorher? Oder nutzen wir die Krise für Veränderungen, wie zum Beispiel für ein qualitatives Wachstum, das neben der Ökonomie auch informelle, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt?“ Mit Blick auf frühere Pandemien blieb Ralf Welter zwar skeptisch, was den wirklichen Veränderungswillen der Gesellschaft angeht.

Persönliche Kaffeekannen für die Teilnehmer*innen

Auch für das Kolping-Bildungshaus in Salzbergen war es nach dem Shutdown die erste Gruppe mit Übernachtung. Die Freude darüber, dass nun der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte, war, so Grammig, auch den Mitarbeiter*innen des Hauses deutlich anzumerken. „Der Applaus am Sonntagmittag für sie kam von unseren Kursteilnehmer*innen auch echt von Herzen“, schwärmte der KAB-Referent und ergänzte augenzwinkernd: „An die persönliche Kaffeekanne im Seminarraum statt Stehkaffee kann ich mich glatt gewöhnen.“

Kann ein Mensch überhaupt unpolitisch sein?

In der Abschlussrunde am Sonntag meinte eine Teilnehmerin: „Andere in meinem Umfeld für dieses Seminar zu begeistern ist schwierig, die sind alle eher unpolitisch.“ Darauf ein anderer Teilnehmer: „Unpolitisch sein, geht das überhaupt? Bedeutet fehlendes Interesse an solchen gesellschaftspolitischen Themen nicht übersetzt: Ich will, dass „die“ mit mir machen, was sie wollen?“ – Ein bedenkenswertes Argument, um neue Leute für den Politischen Grundkurs zu begeistern. Im Oktober geht es dann in Haltern am See um „Gesellschaft aus Sicht der Kirche“, mit KAB-Diözesanpräses Michael Prinz. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.kab-bildungswerk.de („Gesellschaft verstehen und gestalten“).


Text: KAB
Foto: Michael Grammig/KAB
10.06.2020


KAB-Büro eingeschränkt zugänglich.

Besuche und Beratungen in einem der drei Büros der KAB im Bistum Münster sind für Publikum nur nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Sie erreichen die Büros in Münster, Dülmen und Wesel telefonisch von Montag bis Freitag von 09:30 – 13:00 Uhr.

Unsere Veranstaltungen 2020

Aufgrund der Corona-Virus-Pandemie prüfen wir jede Veranstaltung der KAB und des KAB-Bildungswerkes im Bistum Münster auf ihre Durchführbarkeit. Bitte informieren Sie sich in den zuständigen Regionalbüros und dem Diözesanbüro.

Bestellung Newsletter
Familienfreizeiten im KönzgenHaus

Haltern am See. Die erste der beiden diesjährigen Ferienfreizeiten des...
> MEHR LESEN

KAB gegen Sonntagsöffnungen

Köln/Münster. Den gegenwärtigen Überlegungen von NRW-Wirtschaftsminister Andreas...
> MEHR LESEN

Mindestlohn bleibt Armutsfalle

Köln/Münster. „Die Mindestlohnerhöhung um 15 Cent zum 1. Januar 2021 und die...
> MEHR LESEN

„Handeln für die Schöpfung“ – Erste Online-Sommerakademie der KAB.

Münster. Kräuter bestimmen, mit einem Staatssekretär aus dem Umweltministerium...
> MEHR LESEN