Aktuelle Nachrichten

KAB kritisiert Ausbeutung am Niederrhein.


Dietmar Stalder (1. links) und Jürgen Dötsch (1. rechts) im Gespräch mit Pfr. Peter Kossen (2. rechts) sowie dem ehemaligen Regionalsekretär Patrick Mikolajczyk (2. links) beim Bezirkstag 2017.

Dietmar Stalder (1. links) und Jürgen Dötsch (1. rechts) im Gespräch mit Pfr. Peter Kossen (2. rechts) sowie dem ehemaligen Regionalsekretär Patrick Mikolajczyk (2. links) beim Bezirkstag 2017.

Niederrhein. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) am Niederrhein teilt die Sorge von Prälat Peter Kossen, Sozialpfarrer und KAB-Diözesanvorstandsmitglied, dass vor allem Arbeitsmigranten*innen in vielen Branchen Infektionen schutzlos, am Arbeitsplatz und in den Gemeinschaftsunterkünften, ausgesetzt sind, wenn Politik und Arbeitgeber*innen nicht unverzüglich handeln.

Der Arbeitskreis „Prekäre Arbeit“ der KAB in den Bezirken Kleve und Wesel kritisiert, dass auch am Niederrhein Arbeitskräfte, besonders aus Bulgarien, Rumänien und anderen osteuropäischen Staaten, in Großbetrieben ausgebeutet werden. Dietmar Stalder, Bezirksvorsitzender Kleve, weist darauf hin, dass es neben der Fleischindustrie auch in anderen Branchen wie Landwirtschaft und Gartenbau Missstände gibt. „Niederländische Firmen kaufen und mieten Wohnobjekte und machen daraus Massenunterkünfte“, sagt der KAB-Mann und fährt fort: „Sie karren Tag für Tag die Arbeiterinnen und Arbeiter in Kleinbussen zu den Arbeitsstätten. Die Arbeitsbedingungen und Wohnbedingungen sind weithin durch die Berichte der Medien bekannt. Die Einhaltung von Mindeststandards, wie ausreichende Abstände am Arbeitsplatz und in den Unterkünften werden häufig nicht gewährleistet.“

Jürgen Dötsch, Vorsitzender des KAB-Bezirkes Wesel, begrüßt die ersten Maßnahmen der Politik, die nach den Infektionen in einer Coesfelder Schlachterei angeordnet wurden. „Wohlfeile Worte reichten schon lange nicht mehr“, sagt er. Dötsch und die KAB am Niederrhein fordern konsequentes Handeln zur Beseitigung der Missstände. „Die Zeit der Beschwichtigungen muss endgültig vorbei sein“, so der Bezirksvorsitzende.


Text/Foto: KAB
15.05.2020


KAB-Büro eingeschränkt zugänglich.

Besuche und Beratungen in einem der Büros der KAB im Bistum Münster sind für Publikum nur nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Sie erreichen die Büros in Münster, Dülmen, Wesel und Vechta telefonisch von Montag bis Freitag zu den üblichen Bürozeiten.

Unsere Veranstaltungen 2020

Aufgrund der Corona-Virus-Pandemie prüfen wir jede Veranstaltung der KAB und des KAB-Bildungswerkes im Bistum Münster auf ihre Durchführbarkeit. Bitte informieren Sie sich in den zuständigen Regionalbüros und dem Diözesanbüro.

Bestellung Newsletter
Kossen: „CDU/CSU agiert erbärmlich“

Lengerich/Münster. Die für den kommenden Donnerstag im Bundestag geplante...
> MEHR LESEN

Wir suchen Verstärkung!

Der KAB Diözesanverband Münster ist ein bedeutender katholischer Sozialverband,...
> MEHR LESEN

Integration durch Freiwilligenarbeit

Heiden. Unsere örtliche KAB war schon immer im Bildungsbereich tätig - die Idee,...
> MEHR LESEN

Stellenausschreibung Rechtsschutzsekretär*in (M/W/D)

Der KAB Diözesanverband Münster ist ein bedeutender katholischer Sozialverband,...
> MEHR LESEN