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Raus aus der Armutsfalle


Münster. „Wer den Lohnabstand zwischen Frauen und Männern reduzieren will, muss auch den Mindestlohn drastisch anheben“, fordert Ortrud Harhues von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster zum Equal Pay Day. Die Leiterin des KAB-Bildungswerkes verweist darauf, dass besonders viele Frauen im Niedriglohnbereich arbeiten.

Neben der Umsetzung des Rechts auf gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und der finanziellen Aufwertung von Sorgearbeit müsse nach Ansicht der KAB auch die Lohnuntergrenze auf ein existenzsicherndes Niveau angehoben werden. „Der derzeitige Mindestlohn von 9,35 Euro reicht nicht zum Leben und bedeutet für die Betroffenen Altersarmut,“ so Harhues. Die Politik müsse endlich die Frauen aus der Armutsfalle holen. Die KAB fordert die Politik auf, aktuell den Mindestlohn auf 13,69 Euro zu erhöhen.

„Kenn deinen Wert!“

Aus Anlass des Equal Pay Day (EPD) erinnert die KAB daran, dass mit der Einführung des Mindestlohns vor fünf Jahren die Lohnschere zwischen Männern und Frauen sich etwas geschlossen hat. Ein höherer Mindestlohn bedeute nicht nur eine Aufwertung von Frauenarbeit in Branchen, wo ein geringer Organisationsgrad herrscht, sondern auch eine Verringerung des Lohnabstands zwischen Männern und Frauen. Im sogenannten Gender-pay-gap-Index liegt Deutschland in Europa weit abgeschlagen. Nur in Tschechien und Estland verdienen Frauen im Vergleich zu Männern noch weniger als in Deutschland. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt in Deutschland unverändert bei 21 Prozent oder 77 Tage Mehrarbeit für Frauen liegt.

„Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung fallen nicht vom Himmel. Sie müssen erkämpft werden“, betont Ortrud Harhues. Mit der Mindestlohnkampagne „Kenn deinen Wert!“ ruft der katholische Sozialverband Frauen auf, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in ihrem Einsatz für gleiche Bezahlung und höheren Mindestlohn zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema „Mindestlohn“...


Text/Foto: KAB
12.03.2020


KAB schließt Büros für Publikumsverkehr.

Die KAB im Bistum Münster schließt bis auf weiteres ihre drei Bürostandorte in Münster, Dülmen und Wesel für den Publikumsverkehr. Dies gilt auch für persönliche Beratungen für KAB-Mitglieder in Bezug auf Arbeits- und Sozialrecht.

Veranstaltungen abgesagt.

Die KAB im Bistum Münster sagt ab sofort alle Veranstaltungen, Seminare und Treffen bis 19.04.2020 ab. Sollten weitere Veranstaltungen über diesen Tag hinaus abgesagt werden, gibt der Sozialverband dies auf www.kab-muenster.de und www.kab-bildungswerk.de bekannt.

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