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Erinnerung an Karl Leisner und Nikolaus Groß.


Straelen. Der offene Gesprächsabend der KAB erinnerte an zwei Opfer der Gewaltherrschaft im 3. Reich, die in unterschiedlicher Weise dem Unrechtsregime der Nazi-Diktatur widerstanden.

Hans Rütten berichtete anhand von Bild- und Zeitdokumenten an den Jungpriester Karl Leisner (1915-1945) und an den KAB-Schriftleiter Nikolaus Groß (1898-1945).

Die Lebensdaten und -Ereignisse von Karl Leisner waren Hans Rütten als Mitglied des „Internationalen Karl Leisner Kreis“ bekannt. Die detaillierten Aufzeichnungen in seinen Tagebüchern geben die Gedanken seiner Lebens- und Glaubensziele unter dem Motto „Christus - meine Leidenschaft“ wieder. Auch über seine Kontakte nach Straelen wurde darin berichtet. Höhepunkt war seine abenteuerliche Priesterweihe im KZ Dachau am 17. Dezember 1944 durch den französischen Mithäftling Bischof Gabriel Piguet. Die Seligsprechung erfolgte am 23. Juni 1996.

Als KAB-Mann hat Hans Rütten eine besondere Beziehung zu dem KAB-Schriftleiter Nikolaus Groß, dessen Gefangennahme am 12. August 1944 erfolgte und dessen Hinrichtung am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee vollzogen wurde. Seine Seligsprechung fand statt am 7. Oktober 2001 in Rom. Er gehörte zu den schärfsten Kritikern der NS-Politik in der „Ketteler Wacht“, die ab 1938 verboten wurde. Er hatte Kontakt zu Mitgliedern des Widerstandes im „Kreisauer Kreis“. Sein Schicksal bewegte die Zuhörer besonders deshalb, da er seinen Weg unbeirrt ging, vor allem mit Blick auf seine Familie mit sieben Kindern. Hans Rütten berichtete von freundschaftlichen Gesprächen mit Alexander Groß (1931-2019) einem Sohn von Nikolaus Groß. In der Gesprächsrunde wurden das Schicksal der Familie Groß und die unklare Haltung der Kirchenoberen gegenüber den Widerstandskämpfern diskutiert.

 
Text: Hans Rütten, KAB
Fotos: IKLK- und KAB-Archiv
03.03.2020


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