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KAB wirbt für Grundeinkommen – Sozial. Gerecht. Für alle.


Mitglieder der KAB luden mit 1000-Euro-Flyern zu einer Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen ein.

Mitglieder der KAB luden mit 1000-Euro-Flyern zu einer Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen ein.

Steinfurt. Das Modell des Grundeinkommens der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), das am Mittwochabend im ELLO vorgestellt wurde, soll bedingungslos sein – war aber nicht bedenkenlos. Es gab viele kritische Fragen und Anmerkungen der Zuhörerinnen und Zuhörer zur konkreten Umsetzung, doch am Ende des Abends waren sich die meisten einig: Ein Grundeinkommen ist ein guter Ansatz für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Dr. Michael Schäfers, Referent für Politik und Strategie beim Bundesvorstand der KAB, wollte sich auf die häufigste Frage nach der Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommens nicht festnageln lassen: „Wenn wir die Bankenrettung 2008 mit knapp 60 Milliarden Euro Steuergeldern stemmen konnten, dann können wir auch das Grundeinkommen schaffen.“ Es gehe um eine zeitgemäße und notwendige Reform unseres Sozialsystems, damit für jeden eine menschenwürdige Existenzabsicherung, Teilhabe an der Gesellschaft, bessere Bezahlung von Arbeit, Arbeitsteilung und mehr Zeit für Privatleben, bürgerschaftliches Engagement, Bildung und Kultur erreicht wird. Unsere Gesellschaft brauche diese Umverteilung von Kapital und das Ende der Dominanz von Erwerbsarbeit, so Schäfers, damit wir die wachsende Armut und soziale Spaltung in unserem Land beenden.

Es käme auch eben nicht nur auf die Parteien an, Lösungen für die Probleme in unserer Gesellschaft zu finden. Gerade auch die Verbände wie die KAB, die einer der größten Sozial- und Berufsverbände Deutschlands ist, müssten Vorschläge zur Gestaltung unseres Landes machen. Es gelte, die Werte wie Menschenwürde und Solidarität dem Druck nach wirtschaftlichem Wachstum entgegenzustellen und entsprechende Forderungen zu stellen. Dabei sei ein langer Atem nötig, so Schäfers. Die KAB arbeite seit 1982 an ihrem Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens und man sähe mit Freude, dass dieses Thema immer häufiger auf der Agenda der Parteien auftauche. Auch in anderen Bereichen musste die KAB lange mit anderen Partnern lange kämpfen, um etwas zu erreichen: Einführung der Mütterrente, Kindergeld und Kinderfreibeträge, den Schutz des Sonntags oder den Mindestlohn. Auch die Einführung des Grundeinkommens für alle werde noch dauern, aber für Kinder und Jugendliche wäre es rechnerisch schon heute absolut möglich, so Schäfers. Man sei als KAB mit der Politik darüber im Gespräch.

Ansgar Santel und Ansgar Jux, die diese Veranstaltung im Namen der KAB St. Marien Borghorst organisiert hatten, waren sehr zufrieden. „Wir sind sehr froh darüber, dass dieser Abend mit knapp 40 Personen so gut besucht war, und dass deutlich wurde, wie groß die Sehnsucht nach einer sozial gerechteren Gesellschaft bei den Menschen ist. Wenn wir als KAB unseren Teil dazu beitragen konnten, dass weiter darüber gesprochen wird, und dass dieser Wunsch von der Politik gehört wird, dann war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung.“


Text/Foto: KAB
11.11.2019


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