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KAB St. Josef Coesfeld feierte mit Gottesdienst und Festakt ihr Jubiläum


Der Vorstand der KAB St. Josef mit den geladenen Gästen: Wilhelm Korth, MdL (1.v.li), Dechant Johannes Hammans (4.v.li); Diözesanpräses und Festredner Michael Prinz (6.v.re), Gerrit Tranel, stellvertr. Bürgermeister (4. v.re), Ludger Waltering, Vorsitzender (3.v.re) und Janbernd Lütke Brintrup, stellvertr. Bezirksvorsitzender (re).

Der Vorstand der KAB St. Josef mit den geladenen Gästen: Wilhelm Korth, MdL (1.v.li), Dechant Johannes Hammans (4.v.li); Diözesanpräses und Festredner Michael Prinz (6.v.re), Gerrit Tranel, stellvertr. Bürgermeister (4. v.re), Ludger Waltering, Vorsitzender (3.v.re) und Janbernd Lütke Brintrup, stellvertr. Bezirksvorsitzender (re).

Coesfeld. Es war Lob und Auftrag zugleich, was Dechant Johannes Hammans der KAB St. Josef Coesfeld am vergangenen Sonntag (27.10.2019) bei ihrem 125-jährigen Jubiläum mit auf den weiteren Weg gab: „Die KAB ist das soziale Gewissen dieser Kirche.“ Sie sei mittendrin in der katholischen Soziallehre und zeige, wie wichtig es sei, da zu sein für andere. Neben Hamanns waren Vertreter aus Politik, der Stadt Coesfeld, der Kirche und der Nachbarvereine der KAB der Einladung zur Feier des 125-jährigen Bestehens gefolgt.

Begonnen hatte der Festtag in der Kolpingbildungsstätte Coesfeld mit einem Gottesdienst, den KAB-Diözesanpräses Michael Prinz zelebrierte. Die Kollekte des Gottesdienstes überreichte die KAB anschließend an Felix Schürhoff vom „Mittagstisch Coesfeld“. Nach der Messe trafen sich die Gäste und KAB-Mitglieder zu einem Festakt mit der Ehrung der Jubilare. Ludger Waltering, Vorsitzender der KAB St. Josef führte durch den Vormittag.

Wilhelm Korth, Landtagsabgeordneter blickte in seinem Grußwort auf die Stadt Coesfeld 1894, dem Gründungsjahr der KAB – eine Stadt mitten in der industriellen Revolution. Die Textilbranche war der größte Arbeitgeber und die Ziele der damaligen Gründungsväter, so Korth, so aktuell wie sie es noch heute seien. „Ein fairer Lohn, Rechtshilfe für Arbeitnehmer, gute Bildungsmöglichkeiten für unsere Kinder, eine menschliche Gesellschaft, ein gutes Miteinander“, zählte der Landtagsabgeordnete auf. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und würdigte das Jubiläum als „125 Jahre starker Einsatz für unsere Gemeinschaft, 125 Jahre soziales Engagement auf dem Fundament unseres katholischen Glaubens.“

Der stellvertretende Bürgermeister Gerrit Tranel hob hervor, dass die KAB ein Beispiel dafür sei, wie Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen und für eine lebenswerte Zukunft und sozial gerechte Arbeit zu kämpfen. Das sei nicht leicht in einer Zeit, in der die Kirche mit Vertrauensverlust und Vereine mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben, weiß er. Umso mehr dankte auch er den Coesfelder Vereinsmitgliedern für ihr Engagement, denn so Tranel, „eine gute Zukunft braucht sozial gerechte Arbeit“.

Janbernd Lütke Brintrup, stellvertretender Bezirksvorsitzender übermittelte die Grüße des KAB-Bezirksverbandes Coesfeld. Er gratulierte dem Vorstand und den Coefeldern dazu, mit der KAB eine „gesellschaftliche Heimat für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ geschaffen zu haben.

Diözesanpräses Michael Prinz war auch der Festredner des Tages. Seinen Vortrag „Aus dem Glauben für Gerechtigkeit“ begann er mit einem Hinweis auf die Gründungsversammlung der KAB Coesfeld:

Am Vorabend des Heiligabend 1894 hatte Kaplan Nienhaus zusammen mit 15 Männern den katholischen Arbeiterverein gegründet. „Es waren 15 Personen“, erinnerte Prinz. „Nur 15 Personen haben Großes und Nachhaltiges geschaffen.“ Das solle Ansporn für die Zuversicht in die eigene Zukunft sein, mahnte er. Prinz zeigte auf, wie sehr das Engagement von KAB heute noch gebraucht wird.  Ein Mindestlohn, von dem man jetzt und im Alter leben kann, gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern oder der weltweite gerechte Handel – das seien zentrale Fragen der Gerechtigkeit, die noch nicht verwirklicht sind. Das Fundament der KAB, gebaut aus der christlichen Soziallehre und der biblischen Verkündigung sei stark und belastbar, sagte Prinz. Und bereit für die Zukunft.

Familiär wurde es zum Ende des Festaktes, als Ludger Waltering und seine Vorstandskollegen acht Mitglieder für langjährige Vereinstreue mit Urkunden und Blumen auszeichneten. „Wie ehren heute zusammen 380 Jahre KAB-Zughörigkeit“, schmunzelte Waltering. Er selbst und seine Frau Annette Waltering gehörten zu denen, die für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, ebenso wie Elisabeth und Josef Hönik und Gisela Ploner. Für 60 Jahre Mitgliedschaft dankte die KAB Heinz Peirick, Helmut Messing und Ursula Vollmer.

Mit einem Foto unter den zahlreichen Bannern, die die KAB-Nachbarvereine mitgebracht hatten, und einem gemeinsamen Mittagessen endete die stimmungsvolle 125-Jahr Feier der KAB St. Josef Coesfeld.


Text: KAB
Foto: Martin Timmer
29.10.2019


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