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Peter Kossen für Kettelerpreis 2019 nominiert


Köln/Münster. Peter Kossen, Pfarrer aus Lengerich und Vorstandsmitglied der KAB im Bistum Münster, ist für den diesjährigen Kettelerpreis der „Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung (ZASS)“ der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands nominiert. Bis zum 31. Oktober 2019 können alle Interessierten für einen der drei Nominierten online auf www.kettelerpreis.de abstimmen. Neben Peter Kossen stehen zwei Organisationen zur Wahl: Das Projekt „Respekt“ von KAB und katholischer Betriebsseelsorge in der Region Heinsberg, das sich ebenfalls um Arbeiter*innen vornehmlich aus Osteuropa kümmert sowie der Verein FEMNET e.V., der sich für die Rechte der Frauen in der internationalen Bekleidungsindustrie einsetzt. Die Bekanntgabe des/r Preisträger*in erfolgt während der Preisverleihung am 30. November 2019 in der Erfurter Brunnenkirche. Der Kettelerpreis ist mit 5000,- Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Personen, Projekte und Initiativen, die sich aktiv für Solidarität in der Welt der Arbeit einsetzen. Peter Kossen wurde für sein engagiertes Eintreten für die Rechte von osteuropäischen Arbeitsmigranten*innen in Deutschland nominiert.

Prälat Peter Kossen solidarisiert sich seit vielen Jahren durch politisches Engagement mit den hier lebenden Arbeitsmigrant*innen vor allem aus Osteuropa. Diese werden unter falschen Versprechungen hergelockt und sind aufgrund fehlender Rechts- und Sprachkenntnisse skrupellosen Arbeitsvermittlern ausgeliefert. Sie leben und arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen und haben keine Chance, ihre elementarsten Rechte durchzusetzen. Billigproduktion ist das Ziel und das geschieht auf Kosten der Beschäftigten; in der regionalen Fleischindustrie und anderswo.

Darüber hinaus ist es Peter Kossen ein Anliegen, betroffenen Arbeitnehmer*innen auch direkte Hilfen zukommen zu lassen. So unterstützte er die unentgeltliche arbeitsrechtliche Beratung für Arbeitsmigrant*innen, die das „Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt“ im Kreis Oldenburg für einige Jahre ehrenamtlich angeboten hat, und setzte sich anschließend für die Einrichtung einer öffentlich geförderten Beratungsstelle ein.

Kossens neueste Initiative ist die Gründung des Vereins „Aktion Würde und Gerechtigkeit“. Der Verein will durch ein Netzwerk von Juristen und juristisch geschulten Ehrenamtlichen Arbeitsmigranten unterstützen und ihnen zu ihrem Recht verhelfen. Außerdem machen Peter Kossen und der Verein immer wieder auf Missstände in der Arbeitswelt – vor allem in der Fleischindustrie – aufmerksam.

Weitere Informationen: www.kettelerpreis.de 


Text: KAB/Stiftung ZASS
Foto: Privat
08.10.2019


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