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Seit 100 Jahren: Aus dem Glauben für Gerechtigkeit.


Die KAB Heiden wurde 100 Jahre und freute sich mit ihrem Vorsitzenden Benedikt Kemper (5. v. li.) über zahlreiche Gäste wie Pfarrer Ende (4. v. li.), Minister Karl-Josef Laumann (2. v. re.) und KAB-Diözesanpräses Pfr. Michael Prinz (1. v. re.).

Die KAB Heiden wurde 100 Jahre und freute sich mit ihrem Vorsitzenden Benedikt Kemper (5. v. li.) über zahlreiche Gäste wie Pfarrer Ende (4. v. li.), Minister Karl-Josef Laumann (2. v. re.) und KAB-Diözesanpräses Pfr. Michael Prinz (1. v. re.).

Heiden. „Macht weiter so – wir brauchen euch“, mit dieser Überschrift berichtet die Borkener Zeitung über das Jubiläum der Heidener KAB St. Georg. Das Zitat stammt von Diözesanpräses Michael Prinz, der mit der Geschichte eines jungen Mannes und eines Benediktinermönchs sein Grußwort begonnen hatte. Der junge Mann in Prinz` Geschichte hatte beim Rudern auf einem See erkannt, dass es nur vorwärtsgeht, wenn er beide Ruder betätigt. Ora et labora - beten und arbeiten gehören zusammen, deutete Prinz den Leitsatz der Benediktiner auf die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hin. Im Banner der KAB befänden sich deshalb die Zeichen des Kreuzes und des Hammers.

Zahlreiche Vertreter der Heidener Vereine, der Nachbarvereine der KAB und der im Rat vertretenen Parteien waren der Einladung zur Feier des 100-jährigen Bestehens gefolgt.
Begonnen hatte der Festtag für die KAB-Mitglieder und ihre HelferInnen aus Syrien, Irak, Ägypten und dem Iran bereits morgens um acht Uhr – gemeinsam richteten sie das Pfarrzentrum für die Jubiläumsfeier her. Ein Kaffee im Stehen und dann kamen schon die ersten Gäste. Um 10 Uhr begann dann der Festgottesdienst mit Pfarrer Ende, KAB-Diözesanpräses Pfarrer Michael Prinz, Diakon Heinz Sprenger und Pastoralreferentin Dorothe Deckers. Der Festredner, NRW-Minister für Arbeit und Soziales Karl-Josef Laumann, nahm auch am Gottesdienst teil. Die KAB Heiden und ihr Vorsitzender Benedikt Kemper freuten sich sehr, dass der Minister sich viel Zeit für das Jubiläum genommen hatte.

Die Bewahrung der Schöpfung war das Thema des Gottesdienstes, das Pfarrer Ende in seiner Predigt mit Bezug zum Heute und dem Klimawandel verband. Er hob anhand der Schöpfungsgeschichte die Kultivierung und Pflege des Gartens (Erde) hervor, sowie die Fürsorge für den eigenen „Garten der Seele“. Beides verband er mit den Aktivitäten der KAB der vergangenen Jahre. Am Ende des Gottesdienstes gratulierten Pfarrer Ende, Vertreter des Kirchenvorstandes und des Pfarreirats der KAB Heiden und überreichten ein Präsent. Nach dem Gottesdienst erwartete der Spielmannzug die Gäste zum Umzug durchs Dorf.
„Ein schönes Bild zeigte sich mit den zahlreichen Bannern und Fahnen“, strahlte Benedikt Kemper.
 
Die Jubiläumsfeier im Pfarrzentrum schloss sich an den Bannerzug an. Nach der Begrüßung vom Vorsitzenden Benedikt Kemper eröffnete Lisa Kemper den Festakt mit dem selbstgeschriebenen Gedicht „Gott erschuf die Welt“. Bürgermeister Hans- Jürgen Benson bedankte sich für das Engagement der KAB in der Gemeinde und bei der Integration der Flüchtlinge in Heiden. Diözesanpräses Pfr. Michael Prinz überbrachte den Dank und die Glückwünsche des Diözesanverbandes zum runden Jubiläum. Hauptredner des Festaktes war Minister Karl- Josef Laumann. Er blickte auf die Geschichte der Arbeitervereine zurück und stellte das christliche Menschenbild in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er wurde immer wieder durch Beifall unterbrochen. Besonders viel Beifall erhielt er für seine launige Würdigung von Heiden: „Als der liebe Gott die Erde erschaffen hat, hatte er gute fünf Minuten, als er Heiden gemacht hat,“ schmunzelte er. Laumann gelang es, auch ernste Themen der Arbeitswelt von dem Beginn der Arbeitervereine bis zur heutigen Diskussion um die Digitalisierung in seiner Rede einzuflechten und der KAB aufzuzeigen, wie sehr ihr Engagement heute noch gebraucht wird.

Mit einem Text von Lisa Kemper zu „Arbeit 4.0“ endete der Festakt. Danach hatte die KAB zum Essen und zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Als es ans Aufräumen ging, standen wieder viele HelferInnen bereit. „Viele unserer Helfer mussten aus ihrer Heimat fliehen und leben nun hier im Dorf“, sagt Benedikt Kemper. Viele seien Freunde geworden. „Persönliche Freunde und Freunde der KAB“, sagt er stolz.


Text/Foto: KAB
07.10.2019


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