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„Uedemer Erklärung“ fordert Recht auf eigene Daten.


Die Bezirksleitungen der KAB Wesel und Kleve um Dietmar Stalder, Vorsitzender Kleve (2. v. li.) und Jürgen Dötsch, Vorsitzender Wesel (2. v. re.).

Uedem. Mit ihrer „Uedemer Erklärung“ machen die KAB Bezirke Wesel und Kleve unmissverständlich klar: Auch in der digitalen Welt haben Menschen das unbedingte Recht auf persönliche, geschützte und frei bestimmbare Lebensbereiche. Dass die Digitalisierung den uneingeschränkten Zugriff auf die Daten aller Menschen möglich macht, verändere die Machtverhältnisse drastisch, denn, so erklärt Hubert Richter, stellvertretender Bezirksvorsitzender aus Kleve, „diejenigen, die Daten sammeln, wie etwa die sozialen Netzwerke, kontrollieren und verwerten die Daten und sie sind wiederum der demokratischen Kontrolle entzogen.“


In der „Uedemer Erklärung“ formulieren die KAB-Bezirke Wesel und Kleve politische Maßnahmen, damit „Leben und Arbeiten auch im Zeitalter der Digitalisierung in Würde und Solidarität stattfinden kann“, so der Sozialverband bei seinem diesjährigen Bezirkstag in Uedem. Dafür brauche es neue gesellschaftliche Modelle wie das Modell der Tätigkeitsgesellschaft. Ausgangspunkt sei das Wohl aller Menschen sowie die Teilhabe und Mitbestimmung der Arbeitnehmer*innen in der digitalisierten Arbeitswelt. Die Uedemer Erklärung wurde mit großer Mehrheit von den gut 100 Delegierten verabschiedet.


Zuvor hatten Theresia Wagner-Richter aus Aldekerk und Friedhelm Appel, Präses der KAB aus Geldern, in ihrem Referat „Arbeit 4.0 – Digitale Welt – Zukunft wohin?“ Schlaglichter auf die digitale Entwicklung im alltäglichen Leben geworfen. Es ging ihnen um die Veränderungen in der Erwerbsarbeitswelt, um die damit einhergehenden Sorgen um die Arbeitsplätze und um die widersprüchlichen Einschätzungen von Fachleuten, wenn über die schnell wachsende Automatisierung gesprochen wird. Das Fazit der beiden: Die Verantwortung für die Digitalisierung kann nicht allein bei den Entwicklern autonomer Systeme und High-Tech-Konzernen liegen. Es brauche klare politische Rahmenbedingungen und eine gesellschaftliche Diskussion darüber – dieser Aufgabe, so zog Theresia Wagner-Richter erfreut Bilanz, stelle sich die KAB.


Am Nachmittag wählten die Delegierten die beiden Bezirksvorstände. Die Bezirksvorsitzenden Dietmar Stalder für Kleve und Jürgen Dötsch für Wesel wurden ebenso bestätigt wie ihre Stellvertreter Hubert Richter (Kleve) sowie Mechthild Schulz (Wesel). Außerdem wurde Norbert Fabian als Beisitzer in den Bezirksvorstand Wesel gewählt.

 

 

Text/Foto: KAB
16.05.2019


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