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Treten und Beten


Hamm: Wenn Männer in die Pedale treten, dann muss das nicht unbedingt etwas mit Geschwindigkeit und Leistungssport zu tun haben. Das es auch anders geht, zeigten am vorletzten Samstag auf Einladung des Männerlabors im Diözesanverband der KAB eine Gruppe von Männern in Hamm. Zum zweiten Mal hatte die KAB zu "Treten und Beten" eingeladen: Ein Besinnungstag auf dem Fahrrad mit Stopps und Impulsen unter dem Leitthema: Sehen - Urteilen - Handeln. Während Berthold Vilbusch im Vorfeld den Streckenverlauf erkundet hatte, war es der Part von Werner Rieke die geistlichen Akzente und Impulse für den Tag zu setzen. So begann der Tag nach kurzer Wegstrecke vom Hammer Industriehafen auf dem Parkgelände der ehemaligen Zeche Franz unter den "Toren des Glaubens" mit einem Morgengebet. Am geschichtsträchtigen Ort der Zeche Radbod erinnerte ein mitgebrachtes Audio-Podcast an das Ende des Kohlebergbaus in NRW. Weiter ging es an der Lippe entlang Richtung Flugplatz mit einer kurzen Rast und den Blick in die Wolken, das Wetter meinte es allerdings gut mit den Teilnehmern, so dass die Regenjacken in den Packtaschen bleiben konnten. Vorbei an den Schlössern Heessen und Werries ging es zum Datteln-Hamm-Kanal. Aus Michael Endes Klassiker Momo erfuhren die Radfahrer was es heißt den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Nächstes Ziel war das Kohlekraftwerk der RWE an der A2. Das die Recourssen der Erde knapp und der Mensch für die Nachhaltigkeit der Schöpfung verantwortlich ist, bestimmte ein weiterer Impuls an dieser Station. Auszüge aus der Predigt von Peter Kossens, die auch beim Arbeitnehmergottesdienst auf dem Katholikentag in Münster beeindruckte bildeten den vorletzten Impuls gegenüber einer großen bekannten Fleischfabrik. Kossens setzt sich in seiner Predigt mit den Arbeitsbedingungen der Arbeiter in der Fleischindustrie auseinander und prangert die menschenverachtende Situation der Frauen an, die unter falschen Versprechungen in Deutschland ihren Körper verkaufen müssen. Ein gemeinsamer Gottesdienst mit Diözesanpräses Michael Prinz in der kleinen Antoniuskirche der Bauernschaft Geithe bildete einen schönen Abschluss eines besinnlichen aber auch bewegendes Tages. Michael hob das Thema Nachhaltigkeit noch einmal in den Mittelpunkt der hl. Messe. Im Garten von Wolfgang und Kordula Kollek wurde bei Gegrilltem und einem kühlen Bier Resümee gezogen. Einig war man sich auch 2019, dann aber wieder im Frühjahr wieder einen Treten- und Beten-Tag durchzuführen, wahrscheinlich im KAB-Bezirk Nordmünsterland.

Text: Berthold Vilbusch

Bilder: Werner Rieke


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