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Wenn Bildung auf die Straße geht


Wenn Bildung auf die Straße geht.

Münster. Zwei hölzerne Roboter werden aufgebaut, Papphocker gefaltet, neugierige Passanten bleiben stehen. Was muss getan werden, damit die Digitalisierung der Arbeitswelt menschengerecht gestaltet wird? Mit dieser Fragestellung gestaltete jetzt der KAB-Stadtverband Münster eine Diskussionsrunde im Freien.

Auf der Stubengasse in Münster bauten die Verantwortlichen am Samstag (01.09.2018) einen Pavillon, 20 Papphocker und zwei Holzroboter auf. Die geladenen Gesprächspartner – Stefan Orth von den Grünen, Michael Krapp von der ÖDP sowie Michael Grammig von der KAB – fanden rasch interessierte Passantinnen und Passanten, die sich mit ihnen über menschenwürdige Arbeit, ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung und nötige politische Weichenstellungen unterhalten wollten.

Ein guter Schutz der privaten Freizeit und die Ermöglichung sozialer Direktkontakte waren dabei zwei wichtige Anliegen. Im Gespräch, das von Ortrud Harhues vom Bildungswerk der KAB moderiert wurde, wurde auch deutlich, dass die zunehmende Vermittlung von Aufträgen an Solo-Selbständige über digitale Plattformen (sog. „Clickworking“) den Arbeitnehmerstatus und unser System der sozialen Sicherung bedrohen und hier neue Ideen gefragt sind. Die KAB-Vorstellungen von einem garantierten Grundeinkommen erhalten hier eine ganz neue Aktualität.

Marlies Jägering, Vorsitzende des Stadtverbands der KAB war sehr zufrieden: „Die KAB ist mal aus dem Pfarrheim heraus gekommen und hat das Thema Digitalisierung in die Öffentlichkeit getragen. Ich konnte viele Passanten einladen mitzudiskutieren. Auch wenn nicht alle Zeit dafür hatten, gab es doch wichtige Kurzgespräche am Rande und positive Rückmeldungen zum Thema und zum Veranstaltungsformat. Das sollten wir öfter machen.“

Text: Ortrud Harhues | Foto: Ludger Harhues, 04.09.2018


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