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KAB in der Nachfolge von Bischof von Ketteler.

KAB in der Nachfolge von Bischof von Ketteler.
Die Geschichte der KAB in Werne ist ihnen eine Ausstellung wert: v. li.: Ortrud Harhues, KAB Münster; Adolf Klein, Sprecher des KAB-Stadtverbandes Werne; Reinhard Bergmann, stellvertretender Bezirksvorsitzender und Gudrun Holtrup, stellvertretende Bürgermeisterin.

Werne. "Für uns macht der Glaube nicht an der Kirchentüre halt. Wir fühlen uns mitverantwortlich für die Welt und ganz besonders für die Welt der Arbeit", eröffnete Ortrud Harhues Bildungsreferentin der KAB, die Ausstellung über die Geschichte der KAB in Werne im Foyer des Stadthauses in Werne.

In der Nachfolge des Arbeiterbischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteler engagiere sich die KAB, so Harhues, für eine Gesinnungs- und Zuständereform, die ein gutes Leben für alle ermöglichen soll. "Und zu einem guten Leben gehört gute Arbeit und gute soziale Absicherung. Gute Arbeit meint Arbeit, die gut ist zu den Menschen, die sie tun." Dafür setze sich die KAB in ihrer langen Geschichte bis heute ein.

Wie die KAB in Werne dies seit 115 Jahren tut, davon berichten die Stellwände mit Geschichten, Bildern und Erfahrungen aus der Verbandsarbeit der fünf Werner KAB-Vereine. Aktionen und Projekte zeigen, wie sie sich für andere einsetzen: Mit dem Erlös ihrer jährlichen Altkleidersammlung unterstützen sie ein Fischereiprojekt in Sri Lanka und ein Ausbildungszentrum in Thüringen. Seit Jahren organisiert die KAB, inzwischen gemeinsam mit der Kolpingfamilie, Diskussionsrunden mit Politikern, damit sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv in das politische Geschehen einmischen können. Begegnungsnachmittage für Senioren oder Aktionen für Familien gehören zum Engagement ebenso wie Wallfahrten oder Einkehrnachmittage.

Von guter Arbeit erzählen auch die ausgestellten, bunt gestalteten Stühle und Bänke, die den Namen "Allerliebste Arbeitsplätze" tragen. Sie zeigen, was Menschen von guter Arbeit erwarten und wie sie manches Mal schlechte Arbeit erleben. "Gute Arbeit fällt nicht vom Himmel", weiß Ortrud Harhues. Sie müsse immer wieder von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erstritten werden, das zeigt die Erfahrung der Arbeiterbewegung ganz deutlich. Die Installation der "Arbeitsplätze" soll den Betrachter anregen, sich einzusetzen für "Arbeit - Gut zum Leben".

Die Forderung nach guter Arbeit gehört zum Kern der KAB-Arbeit - im Stadtverband und ganz konkret vor Ort. Harhues nennt ein Beispiel - den beharrlichen Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag. " Wir kämpfen für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags, denn zur Arbeit gehört auch die Pause, die Zeit für Ruhe und Muße", sagt sie. Und mit Muße und großem Interesse konnten sich die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Holtrup und die gut 30 Besucher/innen der Eröffnungsfeierlichkeiten die Ausstellung zur Geschichte der KAB anschauen.

Text/Foto: KAB
14.06.2012

 
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