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Ausgezeichnet!
Betriebsrat von Flender erhält KAB-Gütesiegel.
Andreas Wendland, Betriebsratsvorsitzender (Mitte) und seine Kollegen freuen sich über die Gütesiegel-Auszeichnung der KAB. Ortrud Harhues (vorne li.) übergab die Auszeichnung. Es gratulierten Angelika Meteling, stellvertretende Bezirksvorsitzende der KAB Borken (vorne re.), Mitglieder des Bezirksvorstandes Borken sowie Klaus-Dieter Amtmann (2. v. li.), Mitglied der Jury.
Bocholt/Marl. Der Betriebsrat der Firma Flender ist nun Träger einer ungewöhnlichen Auszeichnung: Am vergangenen Samstag (27.06.2009) wurden dem Betriebsratsvorsitzenden Andreas Wendland und seinen Mitstreitern das "Gütesiegel Gute Arbeit" der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) verliehen. Die Auszeichnung erhält der Betriebsrat für sein entschiedenes Engagement für junge Menschen im Bereich Ausbildung und Qualifizierung.
Unter dem großen Beifall der rund 300 Gäste beim "FeierAbend" der KAB im Menuhin-Forum in Marl übergab Ortrud Harhues, Projekt-Koordinatorin, die Gütesiegel-Urkunde an die engagierten Flender-Mitarbeiter und führte in ihrer Laudatio aus, warum dieses Engagement "auszeichnungswürdig" sei.
Im Anschluss an das geschäftlich erfolgreiche Jahr 2003 hatte der Betriebsrat mit der Flender-Geschäftsführung nicht etwa um Bonuszahlungen an die Arbeitnehmer verhandelt, sondern eine Aufstockung der Ausbildungsplätze und eine neue, moderne Maschine gefordert. "Mit diesen Forderungen haben wir die Geschäftsführung etwas verblüfft", erinnert sich Wendland. "Aber wir wussten, dass unsere Firma auch in Zukunft gute, qualifizierte Fachleute braucht, um im globalisierten Wettbewerb zu bestehen." Und sie hatten Erfolg mit dieser weitsichtigen Strategie. Seit 2003 ist die Zahl der neuen Ausbildungsplätze bei Flender kontinuierlich gestiegen: 23 Azubis begannen im Herbst 2003 bei Flender ihre Ausbildung. Sechs Jahre später können nun 70 Jugendliche am 1. September 2009 ihre Ausbildung in der Metalllehrwerkstatt beginnen. Damit bildet Flender im Herbst 2009 insgesamt 221 junge Menschen aus. "Das sind insgesamt mehr als doppelt so viele Auszubildende wie 2003", rechnet Andreas Wendland. Parallel wurde die Lehrwerkstatt mit hochmodernen CNC-Maschinen ausgestattet, was eine zeitgemäße und vor allem zukunftsfähige Ausbildung der jungen Menschen ermöglicht.

Ortrud Harhues (KAB) übergibt die Urkunde "Gütesiegel Gute Arbeit" an Andreas Wendland und seine Kollegen vom Betriebsrat der Bocholter Firma Flender.
Das Engagement und die Weitsicht überzeugten die KAB und die Jury um Rechtssekretär Johannes Schulte sofort. Der Betriebsrat habe immer die Zukunftsfähigkeit des Betriebes wie auch das Wohl und die Chancen von jungen Menschen auf eine qualifizierte Ausbildung im Blick gehabt, heißt es denn auch in der Begründung der Jury für die Auszeichnung. Deshalb, so Harhues, gehe das "Gütesiegel Gute Arbeit" zu Recht nach Bocholt.
Mit dem Betriebrat freute sich der KAB-Bezirksvorstand Borken um Benedikt Kemper über die Auszeichnung. Der KAB Bezirk Borken hatte den Betriebsrat für die Auszeichnung vorgeschlagen.
Es ist die dritte Auszeichnung, die die KAB in 2009 bereits verliehen hat. Mehr Informationen unter www.guetesiegel-gute-arbeit.de.
Text/Fotos: Heike Honauer
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