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Soziale Marktwirtschaft braucht gute Arbeit

Soziale Marktwirtschaft braucht gute Arbeit
(v. l.) Renate Lammering, stellv. Diözesanvorsitzende; Josef Bischof, Landesvorsitzender KAB Oldenburg; Ralf-Peter Janik, Genossenschaftsverband Weser-Ems e. V.; Bernd Brockmann, Bäckerei Brockmann; Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister NRW.

Haltern/Münster. Gemeinsame Freizeit am Sonntag und Vereinbarkeit von Familie und Arbeit sind zwei wichtige Kriterien für gute Arbeit nach Meinung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Bistum Münster. Deshalb hat die KAB im Rahmen einer Fachtagung in der HVHS Gottfried Könzgen in Haltern am See zwei "Gütesiegel Gute Arbeit" übergeben an die Bäckerei Brockmann aus Hamm-Heessen und die Vertreter der Initiative "Genossenschaftlich organisierte Kinderbetreuung" aus dem Oldenburger Land.

"Mit dem Gütesiegel wollen wir Aufmerksamkeit für gute Beispiele wecken und zeigen hier und heute ist es möglich, sich für gute Arbeitsbedingungen für Menschen erfolgreich einzusetzen", erläutert Renate Lammering, stellvertretende Diözesanvorsitzende der KAB im Bistum Münster. Dies ist ganz im Sinne des Schirmherrn Karl-Josef Laumann. Der Arbeitsminister von NRW betonte in seinem Grußwort "Es braucht gesellschaftliche Aufmerksamkeit dafür, dass für eine soziale Marktwirtschaft gute Arbeit nötig ist."

Referentin Barbara Hemkes
Referentin Barbara Hemkes, DGB NRW.

Dass die Forderung nach guter Arbeit eine eminent politische ist, machte Barbara Hemkes vom DGB in ihrem Einführungsreferat auf der Fachtagung deutlich. Mit dem Index "Gute Arbeit" hat der DGB erstmalig die Qualität von Arbeitsplätzen auf eine messbare Ebene geholt und damit eine Basis geschaffen für die politische Debatte um die Rahmenbedingungen, die nötig sind, damit der Anteil der Menschen steigt, die einen guten Arbeitsplatz haben. Hemkes machte deutlich, dass gute Arbeit menschlichen Maßstäben genügen muss. "Gute Arbeit ist eine Arbeit, die den Ansprüchen der Beschäftigten gerecht wird." Erschrocken waren die Teilnehmenden darüber, dass nur 13 % der deutschen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Arbeit als gut einschätzen, während 32 % sich von schlechter Arbeit betroffen fühlen. 55 % bewerten ihre Arbeit als mittelmäßig.

Hoch motiviert zur Suche nach weiteren Aspiranten für ein "Gütesiegel Gute Arbeit" verließen die mehr als 80 Teilnehmenden die Heimvolkshochschule auf dem Annaberg in Haltern am See. Der DGB-Index "Gute Arbeit" liefert dafür eine gute Kriterienbasis. Die Aktion "Gütesiegel Gute Arbeit" läuft bis zum Jahresende 2010. Weitere Informationen finden sich unter www.guetesiegel-gute-arbeit.de.

Referat "DGB-Index Gute Arbeit" von Barbara Hemkes, DGB NRW … 

Text: Ortrud Harhues/Josef Meiers
Fotos: Rolf Nowak

Lesen Sie außerdem:
- Ankündigung der Fachtagung

Weitere Informationen im Internet:
kirchensite.de

 
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