DIÖZESANVERBAND

Stimmen für den einkaufsfreien Heiligabend

Münster. Einkaufen am Heiligabend muss ganz gewiss nicht sein, sagt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster. Die KAB sammelt Stimmen, die erklären, warum sie am Heiligen Abend, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, nicht einkaufen gehen werden. > MEHR ERFAHREN


Standpunkte: Warum ich keine Ladenöffnungen am Heiligabend brauche ...

Erika Matschke, Sprecherin KAB St. Jakobus, Oeding

Erika Matschke, Sprecherin KAB St. Jakobus, Oeding.

"Wir kaufen nicht an Heiligabend ein. Wir sind bei unseren Familien" ist vor den Lebensmittelgeschäften in Oeding zu lesen. Aufgestellt hat den Einkaufswagen die KAB Oeding St. Jakobus. Die Sprecherin des Vereins Erika Matschke stellt den Wagen jeden Morgen raus und holt ihn Abends wieder rein. Sie hat auch schon viele positive Rückmeldungen bekommen und findet diese Aktion wichtig: "Für Familien ist dieser Tag von besonderer Bedeutung. Vor dem Heiligen Abend ist alles in Vorbereitung und Erwartung auf die freudigen Ereignisse. So bestimmt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem hier ansässigen Einzelhandelsgeschäft. Sie möchten sicherlich ebenfalls mit ihren Familien den Heiligen Abend gemeinsam feiern."

Sigrid Audick, KAB-Bezirksvorsitzende Nordmünsterland

Sigrid Audick, KAB-Bezirksvorsitzende Nordmünsterland.

"Ich wünsche allen MitarbeiterInnen im Einzelhandel einen arbeitsfreien Heiligabend, den sie mit ihren Familien verbringen können. Die Beschäftigten im Einzelhandel sind an so vielen Tagen und vielen Stunden für uns VerbraucherInnen da. Der Sonntag ist ein Kulturgut, den wir nicht aufs Spiel setzen sollten. Die Gesellschaft braucht einen gemeinsamen freien Tag."

Marc Henrichmann, MdB

Marc Henrichmann, MdB.

"Ich werde an Heiligabend nicht einkaufen gehen. Mir bedeutet der Schutz des Sonntags viel. Als Familienvater sage ich: "Viele Verkäuferinnen und Verkäufer haben selber Familie und würden Weihnachten gerne, wie wir alle, im Kreise der Familie feiern".

Norbert Gebker, Geschäftsführer KKV-Diözesanverband Münster e. V.

Norbert Gebker, Geschäftsführer KKV-Diözesanverband Münster e. V.

„Ich gehe am Heiligabend nicht einkaufen, weil ich allen Beschäftigten im Handel das Gleiche zugestehen möchte, was ich mir an diesem Tag gönne: Zeit für ruhige Gespräche, Zeit mit den Kindern und bewusstes Warten auf diesen Abend.“

Sigrun Jäger-Klodwig, Diözesangeschäftsführerin Familienbund der Katholiken

Sigrun Jäger-Klodwig, Diözesangeschäftsführerin Familienbund der Katholiken.

„Während meines Studiums habe ich im Einzelhandel gejobbt und erlebt, dass es nicht schön ist, an Heiligabend zu arbeiten. Ich versuche auch in anderen Jahren, die Einkäufe so zu planen, dass alles spätestens am 23. Dezember erledigt ist. In diesem Jahr gilt das ganz besonders, ich gehe an Sonn- und Feiertagen nicht einkaufen!“

Bernhard Kemper, stellv. KAB-Diözesanvorsitzender

Bernhard Kemper, stellv. KAB-Diözesanvorsitzender.

„Ich freue mich, dass der Heilige Abend auf einen Sonntag fällt. So komme ich gar nicht auf die Idee, vielleicht meine letzten Einkäufe kurz vor dem Weihnachtsfest machen zu müssen!“

Hans-Peter Durst, Leistungssportler

Hans-Peter Durst, Leistungssportler.

„Meine Familie und ich gehen Heiligabend nicht einkaufen - nicht in 2017, wo er auf einen geschützten Sonntag fällt und auch nicht die anderen Jahre. Es ist die Zeit der Besinnung, da möchte ich doch meinen, dass profane Einkäufe an Werktagen erledigt werden können. Ich wünsche allen Verantwortlichen eine menschliche Entscheidungsfindung.“

Kerstin Stegemann, Landesvorsitzende BDKJ NRW

Kerstin Stegemann, Landesvorsitzende BDKJ NRW.

„Einkaufen am Heiligabend? Das mache ich nicht! Ich selber bin froh, am Heiligabend nicht arbeiten zu müssen, sondern Zeit zu haben, in Ruhe zu meiner Familie zu fahren und einen entspannten Tag zu genießen. Daher erwarte ich nicht von anderen, dass sie an diesem Tag arbeiten, wenn es nicht unbedingt sein muss. Einkaufen kann ich an den Tagen davor und nach Weihnachten, die drei Tage lassen sich gut überbrücken.“

Josef Hovenjürgen MdL, Generalsekretär der CDU NRW

Josef Hovenjürgen MdL, Generalsekretär der CDU NRW.

Die Öffnung der Läden an Heiligabend ist zwar gesetzlich erlaubt, aber persönlich bin ich der Ansicht, dass man seine Einkäufe für den täglichen Bedarf bis zum 23. Dezember abends erledigen kann. Der Sonntag an Heiligabend muss der Sonntag bleiben! Beschäftigte der großen Handelsketten sollen die Möglichkeit haben, den Tag entspannt zu verbringen – in der Familie, beim Kirchengang, mit Freunden.

Klaus-Dieter Amtmann, KAB-Bezirksvorsitzender

Klaus-Dieter Amtmann, KAB-Bezirksvorsitzender.

"Ich lehne eine Öffnung an Heiligabend in diesem Jahr ab, so wie wir in der KAB grundsätzlich die Öffnung der Läden an Sonntagen ablehnen. Zwar sollen die Geschäfte nur für die Grundversorgung mit Lebensmittel geöffnet haben, aber die Zutaten für unser Weihnachtsessen kaufen wir in der Woche davor. Ich finde, die Mitarbeiter*innen in den Geschäften sollten in diesem Jahr in Ruhe den Heiligabend einläuten."

Sylvia Biernath, stellv. KAB-Bezirksvorsitzende

Sylvia Biernath, stellv. KAB-Bezirksvorsitzende.

"Lange habe ich als Erzieherin im Schichtdienst im Wohnheim für Menschen mit Behinderungen gearbeitet. Schon da habe ich mir für Heiligabend ab mittags freigenommen, um mit meiner Familie Heiligabend mit dem Beginn des Gottesdienstes feiern zu können.
Heute habe ich Heiligabend immer frei und schätzen gelernt, wie wertvoll es ist, sich den ganzen Tag auf den christlichen Abend vorbereiten zu dürfen. Ich wünsche allen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen diese Erfahrung."

Heike Honauer, KAB-Regionalsekretärin

Heike Honauer, KAB-Regionalsekretärin.

Ich werde am Heiligabend sicher keinen Laden betreten – wahrscheinlich bemerke ich irgendwann im Laufe des Tages, was ich vergessen habe zu besorgen – Senf, Ingwer oder sowas ... dann besuche ich meine Nachbarn und diese werden mich wahrscheinlich mit einer Tasse Kaffee und Keksen empfangen und mir freudig Senf "borgen".

Felix Eggersglüß, DGB-Jugendbildungsreferent

Felix Eggersglüß, DGB-Jugendbildungsreferent.

„… weil es gerade die Beschäftigten im Einzelhandel verdienen, nach anstrengender Weihnachtsverkaufszeit endlich auszuspannen! Alle Sonn- und Feiertage sind für Besinnlichkeit und privaten Ausgleich im Kreise von Familie und FreundInnen gemacht, vor allem zu Weihnachten – Einkaufen können wir schon an sechs Tagen in der Woche!“

Heike Wermer, MdL

Heike Wermer, MdL.

"An Heiligabend werde ich nicht einkaufen gehen, weil er in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt und ich den Mitarbeitern des Einzelhandels eine entspannte Einstimmung auf die Festtage wünsche. Außerdem ist so die Einstimmung und Vorfreude auf den Abend und die Feiertage noch viel größer."

Michael Prinz, KAB-Diözesanpräses

Michael Prinz, KAB-Diözesanpräses.

"Ich werde Heiligabend nicht einkaufen, weil ich den vielen Frauen und Männern im Einzelhandel auch einen ruhigen Sonntag gönne!"

Hermann Hölscheidt, KAB-Diözesansekretär

Hermann Hölscheidt, KAB-Diözesansekretär.

„Ich kaufe am Heiligabend nicht ein, weil ich mit meinen Lieben zu Hause alles in Ruhe vorbereiten möchte.“

Ortrud Harhues, Leiterin KAB-Bildungswerk

Ortrud Harhues, Leiterin KAB-Bildungswerk.

Ich habe einen Kühlschrank und eine Speisekammer. Deshalb muss ich Heilig Abend Gott sein Dank nicht einkaufen, sondern kann mich in Ruhe den letzten Weihnachtsvorbereitungen widmen: Ausschlafen und erholt aufstehen, in Ruhe frühstücken, Geschenke einpacken, Baum schmücken, Weihnachtskarten lesen, Tee trinken mit den schon anwesenden Familienmitgliedern mit Adventskranz und Weihnachtsplätzchen, zum Gottesdienst gehen und entspannt Weihnachten feiern. Ich freu mich drauf.

Brigitte Lehmann, Finanzbuchhalterin in einem Baumarkt und KAB-Diözesanvorsitzende

Brigitte Lehmann, Finanzbuchhalterin in einem Baumarkt und KAB-Diözesanvorsitzende.

„Heiligabend ist bei uns im Baumarkt normalerweise immer bis 13:00 Uhr geöffnet und der Nachmittag zu Hause dann hektisch. Dieses Jahr kann ich in Ruhe auf das Christkind warten ...“

Weihbischof em. Dieter Geerlings, Münster

Weihbischof em. Dieter Geerlings, Münster.

"Ich werde diesen Heiligabend keinesfalls einkaufen, weil ich sonntags sowieso nicht einkaufe - andernfalls kaufen und verkaufen wir uns eines Tages noch zu Tode."

Michael Groß, MdB

Michael Groß, MdB.

"Ich werde Heiligabend keinesfalls einkaufen gehen, weil die Öffnungszeiten des Handels an 6 Tagen für den Einkauf mit 100 %-iger Sicherheit ausreichen."

Landrat Cay Sübercrüb, Kreis Recklinghausen

Landrat Cay Sübercrüb, Kreis Recklinghausen.

„Wir schaffen es auch ohne geöffnete Geschäfte am Heiligabend, uns für drei freie Tage zu versorgen. Gönnen wir doch den Kolleginnen und Kollegen, die sonst immer für uns in den Läden stehen, auch mal einen freien Heiligabendsonntag - der Samstag wird stressig genug für sie.“


Heiligabend 2017: KAB ruft zum Kaufverzicht auf!

Heiligabend 2017: KAB ruft zum Kaufverzicht auf!

Münster. Keine Geschenke auf den letzten Drücker und die Gans ruht einen Tag im Kühlschrank. So könnte der diesjährige Heiligabend für alle ein wahres Fest werden, sagt die KAB im Bistum Münster und ruft ihre Mitglieder auf, am 24. Dezember 2017 auf den Einkauf zu verzichten.
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