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Sinn-Kostprobe Nr. 87: "Ich kann nicht anders."


Dr. Martina Skatulla.

"Was gehört für Sie zu einem sinnvollen Leben?" fragen wir Dr. Martina Skatulla, Umweltbeauftragte aus Hamburg.

"Jedem Menschen hat Gott die Aufgabe gegeben, sich in Liebe für das Leben der Welt einzusetzen. Ich tue dies in besonderer Weise als Umweltbeauftragte des Erzbistums Hamburg und als Lehrerin für Biologie und Chemie.

Als junger Mensch liebte ich das Leben an sich: Menschen, Tiere und Pflanzen, die Natur allgemein. Weil ich verstehen wollte, wie das Leben funktioniert, entschied ich mich für ein Biologiestudium und nahm dafür drei Jahre Wartezeit in Kauf. Während dieser Zeit arbeitete ich vorwiegend in einem Altenheim. Für Diplom- und Doktorarbeit forschte ich im brasilianischen Regenwald. In Deutschland engagierte ich mich in der Naturschutzjugend. Heute unterrichte ich an katholischen Schulen und pilgere mit meinen Schülerinnen und Schülern auch mal eine Etappe auf dem Pilgerweg für Klimagerechtigkeit. Als Umweltbeauftragte fördere ich ökologische und nachhaltige Initiativen und Projekte im Erzbistum.

Ich bin Vegetarierin, reise innerhalb Europas nur mit Bus und Bahn, achte auf wenig Stromverbrauch, nutze Ökostrom, achte auf Bio- und Fairtrade-Produkte, habe eine Aversion gegen (unnötiges) Plastik. Für mich ist das kein Verzicht, sondern Lebensqualität für mich und andere.

Es ist nicht immer einfach und man zweifelt manchmal, ob der Einsatz nicht sinnlos ist. Aber ich kann nicht anders. Das bin ich!"

Dr. Martina Skatulla ist Umweltbeauftragte des Erzbistums Hamburg. Die promovierte Biologin berät Gemeinden und Vereine in Fragen des Natur- und Umweltschutzes und ist Ansprechpartnerin für das Handlungsfeld "Schöpfung bewahren".

Foto: privat
17.06.2016


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