Aktuelle Nachrichten

Sinn-Kostprobe Nr. 80: Arbeit in der Mitarbeitervertretung: Respekt. Vertrauen. Wertschätzung.


Silke Bertram und Burkhard Artz.

"Was gehört zu sinnvoll leben und arbeiten?" haben wir Silke Bertram und Burkhard Artz, beide Krankenpfleger/in und Mitarbeitervertretung am Niederrhein, gefragt.

Silke Bertram: "Ich arbeite seit vielen Jahren in einem Krankenhaus. Mein Beruf ist mir sehr wichtig. Durch die verschiedensten Erlebnisse mit Patienten, Angehörigen, Kollegen und Vorgesetzten ist mir bewusst geworden, wie wertvoll ein respektvoller, achtungswerter Umgang miteinander ist. Dies ist ein anzustrebendes Ziel, an dem wir alle arbeiten können. Seit einigen Jahren bin ich in der Mitarbeitervertretung tätig. Auch hier erlebe ich schöne, aber auch weniger nette Geschichten. Immer wieder zeigt sich, dass ein Miteinander zum beiderseitigen zufriedenstellenden Ergebnis führt. Mein Engagement in der Mitarbeitervertretung, das Vertreten der Interessen von Kolleginnen und Kollegen, mitzuwirken bei Themen wie Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Schwerbehinderung, Ausbildung und vieles mehr, erfüllt mich mit Zuversicht und Zufriedenheit. Der Sinn des Lebens ist für mich das Engagement für andere Menschen, ihnen Respekt, Vertrauen und Wertschätzung entgegen zu bringen, um ihnen Trost, Zuversicht und vielleicht auch Zufriedenheit zu schenken."

Burkhard Artz:
"Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage habe ich mir schon öfters gestellt. Ist der Sinn des Lebens, die Welt zu verändern? Ich glaube nicht. Ist es nicht viel mehr, dass jeder einzelne sich fragen sollte, was kann ich ein wenig dazu beitragen, die Welt ein wenig besser zu machen? Einen Teil meines Lebens habe ich in der Versorgung kranker Menschen als Krankenpfleger im Krankenhaus verbracht. Die Patienten werden gut versorgt, fast alle Mitarbeiter haben dieses gerne gemacht, dabei habe ich festgestellt, dass die Mitarbeiter immer wieder an ihre Grenzen der Arbeitsbelastung gestoßen sind. Das ist oft von den Vorgesetzten so gewollt worden. Man sagt aus wirtschaftlichen Gründen. Mir war es ein großes Anliegen, diesen Mitarbeitern, meinen Kollegen, zu helfen. Eine Möglichkeit habe ich in der Mitarbeitervertretung gefunden. Durch spezielle Weiterbildungen habe ich ein Wissen bekommen, welches ich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in unserem Unternehmen einsetzen kann und auch umsetze. Dies ist ein kleiner Teil, wo ich einen Sinn meines Lebens sehe. Man sollte den Sinn des Lebens vielleicht nicht nur in einer Richtung suchen. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur einen Sinn des Lebens gibt."

Silke Bertram ist Krankenschwester und arbeitet seit 26 Jahren im gleichen Unternehmen am Niederrhein. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Seit 6 Jahren engagiert sie sich in der Mitarbeitervertretung (MAV).

Burkhard Artz arbeitet seit 1994 als Krankenpfleger im Krankenhaus. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist mit seiner Kollegin Silke Bertram seit 2006 in der MAV engagiert.


Fotos: privat
29.04.2016


Frauen laden zum Brunch ein.

Dülmen/Bistum Münster. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – noch immer ist...
> MEHR LESEN

Familiengerechte Arbeitswelt statt arbeitsweltgerechte Familie.

Düsseldorf. Die familiengerechte Umgestaltung der Arbeitswelt stand im Mittelpunkt...
> MEHR LESEN

„Digitales Tagelöhnertum oder Chance?“

Heiden/Bistum Münster. „Der Arbeitsgesellschaft wird die Arbeit nicht ausgehen“,...
> MEHR LESEN

Heiligabend 2017: KAB ruft zum Kaufverzicht auf!

Münster. Keine Geschenke auf den letzten Drücker und die Gans ruht einen Tag im...
> MEHR LESEN