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Sinn-Kostprobe Nr. 46: "Tägliche Suche nach dem richtigen Weg"


Monika Dahl.

"Was gehört für Dich zu einem sinnvollen Leben", fragen wir Monika Dahl, Filmemacherin aus Niederkassel bei Bonn.

"Seit ich mich bereit erklärt habe, zu dieser großen Frage einen kleinen Text zu schreiben, bin ich ganz aufgeregt. Mir fallen ständig Dinge und Gedanken ein, kleine und große, die Sinnfrage philosophisch und ganz praktisch betrachtet ...

Zum Beispiel in meinem Haushalt die zwei großen, schweren, weißen Emailleschüsseln mit blauem Rand und schon jeder Menge Rost, die ich für alles Mögliche benutze und die mir tausendmal lieber sind als alle Klappboxen und Plastikschüsseln dieser Welt, sie sind alt und schön und sinnvoll ...

Meine Kleidung, die ich fast nur Second Hand kaufe, hat schon andere Menschen gewärmt und sie beutet keinen mehr aus ...

Mein täglicher Kaffee, der Bio ist und fair gehandelt, bringt meinen Kreislauf auf Touren und hilft Menschen in Lateinamerika ...

Und dann gibt es da noch viele Dinge und Umstände, die ich (vermeintlich) nicht ändern kann und die es schwer machen, ökologisch und nachhaltig und gerecht zu leben; aber ich versuche einen Weg zu finden, mich für das, was ich richtig finde, einzusetzen. Bei der Suche, oder der Frage nach dem richtigen Weg helfen mir liebe Menschen, FreundInnen und Gleichgesinnte. Gemeinschaft und Solidarität machen für mich das Leben sinnvoll und lassen mich hoffen, dass es in Zukunft gerechter, ökologischer und sozialer zugeht in unserer Welt; und dass ich einen kleinen Beitrag dazu leisten kann.

Zufrieden bin ich auf diesem Weg, glaube ich, noch nie gewesen und gebe zu, dass mir ein guter Kompromiss oft nicht gelingt, z. B. wenn ich mit dem alten Opel Kadett zum Bioladen nach Bonn tucker ...

Als Filmemacherin lerne ich bei den Dreharbeiten viele Menschen mit ihrer Geschichte, ihren Gedanken und dem, was sie bewegt, kennen. Unser Film ist "ihre Bühne" und das wirkliche Leben so abzubilden, wie es ist, und die Geschichten der Menschen, die oft auch nur ganz kurz vor unserem Mikro und der schwarzen Kamera stehen, zu erzählen und erlebbar zu machen, das ist für mich in meiner täglichen Arbeit sehr spannend und bewegend und sehr sinnvoll."

Monika Dahl (* 1965) arbeitete viele Jahre als Sozialpädagogin und Lehrerin im Rheinland. Heute arbeitet sie bundesweit und international als Filmemacherin bei "Haifischbaby Film- und Fernsehproduktion" und lebt in Niederkassel bei Bonn.

Siehe auch www.haifischbaby.de

Foto: privat
28.08.2015


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