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Sinn-Kostprobe Nr. 36: Der Klang der Musik


Helmut Krack.

"Was gehört für Sie zu einem sinnvollen Leben", haben wir Helmut Krack, Cellist, gefragt.

"Ich war über 40 Jahre Orchestermusiker. Seit Dezember 2014 bin ich in Rente. Für mich war mein Beruf eine Berufung und rückblickend Gottes Wille, dem ich willig gefolgt bin. Durch die Musik, mein Spielen mit anderen oder allein, bin ich Gott oft näher gekommen. Ich spüre das oft während des Spielens. Da ist der Klang der Musik und jetzt wird es schwer das in Worten zu fassen. Dahinter oder darüber oder fast unerreichbar weit weg überkommt mich eine Ahnung des Unbegreiflichen, ein unglaubliches Gefühl, meiner Meinung nach etwas Göttliches, das mich für einen Moment streift. Danach bin ich sehr dankbar etwas Unbegreifliches, Wunderschönes, Tröstliches und Berührendes, und, und, und, gespürt zu haben. Es ist klar, dass ich diesen Moment immer wieder suche, ich weiß ja wie. Natürlich erreiche ich Gott auch an vielen anderen Stellen, aber mit Musizieren eben seit der frühen Jugend und damals völlig unvorbereitet."

Helmut Krack war 40 Jahre von Beruf Musiker. Er war 1. Solo-Cellist in verschiedenen Berufsorchestern, davon 38 Jahre beim Sinfonieorchester der Stadt Münster. Der Rentner lebt in Münster und engagiert sich am Kirchort Edith Stein in Münster.

Foto: privat
12.06.2015


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