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Sinn-Kostprobe Nr. 24: Letztlich geht es um Gerechtigkeit


Prof. Dr. Ursula Tölle.

Was gehört für Sie zu einem sinnvollen Leben", fragen wir Prof. Dr. Ursula Tölle von der Katholischen Hochschule in Münster.

"Sinnvoll leben - das heißt: meinem Leben einen Sinn geben. Was ist mein spezifischer Auftrag?

Für mich ist wichtig, diejenigen zu unterstützen, denen meine Unterstützung hilft. Mit dieser Idee bin ich schon in meiner Ursprungsfamilie groß geworden; bei uns zuhause war es selbstverständlich, Zeit, Kompetenzen, Kräfte und auch Geld anderen zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden kaum Worte gemacht, so selbstverständlich war das.

Ein wesentlicher Sinn in meinem Leben ist, meine Möglichkeiten zu teilen - in der Gemeindecaritas in Münster-Kinderhaus, in der unmittelbaren Hilfe, der Konzeptentwicklung für neue Unterstützungsangebote im Sozialraum, in der Leitung von Ehrenamtlichen-Gruppen und in der Vertretung nach außen.

Ich freue mich, wenn ich junge Menschen begleiten kann auf dem Weg zu dem, was ihr Leben sinnvoll macht, Kinder von Freunden, Studierende an der Hochschule, Ratsuchende im Sozialbüro und andere.

Und ich versuche, meine materiellen Ressourcen zu teilen; so gut, wie mir es möglich ist, gebe Geld ab, spende für sinnvolle Zwecke und setze mein Geld nachhaltig und ethisch vertretbar ein.

Denn letztlich geht es mir um Gerechtigkeit - im Großen wie im Kleinen.

Sinnvoll leben heißt auch: die schönen Seiten des Lebens genießen, dafür dankbar sein und sich an ihnen freuen; an der Natur und der Bewegung, an Kunst und Musik, an kulinarischen Genüssen, an Büchern und einer guten Zeitung - das gehört zu meinem Leben dazu.

Prof. Dr. Ursula Tölle ist Professorin an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO), Fachbereich Sozialwesen, Abteilung Münster. Sie engagiert sich u. a. im sozialen Brennpunkt "Nordwestschleife" in Münster-Kinderhaus, leitet die Gemeindecaritas und ist Gründungsmitglied der Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V. (Träger von Beratung und Qualifizierung für Langzeitarbeitslose).

 

Foto: KatHO
20.03.2015


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