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Sinn-Kostprobe Nr. 12: Ein echtes Abenteuer


Maria Gaida-Greger.

"Was gehört für Sie zu einem sinnvollen Leben", fragen wir Maria Gaida-Greger, Mitglied im "Arbeitskreis Flüchtlinge" in Waltrop.

Materielle Reichtümer erfreuen nur kurzfristig und nur oberflächlich - das ist eine meiner zentralen Lebenserfahrungen. Wirklich reich machen mich ganz andere Sachen - die Begegnungen mit Menschen verschiedenster Herkunft, Kultur und Religion gehören essentiell dazu. "Flüchtlinge" heißen die Männer, Frauen und Kinder, für die ich mich in unserer Stadt Waltrop engagiere. Sie kommen aus Eritrea, Syrien, Marokko, Algerien, Ghana, Guinea, Pakistan, Nigeria, Bangladesch und dem Iran. Ihnen verdanke ich viel: Ich habe die Chance, Neues kennenzulernen - neue Menschen, neue Sprachen, andere Kulturen. Ich bin nützlich und kann mit meinen Fähigkeiten anderen helfen. Ich selbst habe im Leben immer viel Unterstützung erfahren und freue mich, mit meinem Engagement nun etwas zurückgeben zu können. Das macht mich tief zufrieden.

Glaube spielt eine große Rolle: Die Flüchtlinge, denen ich bisher begegnet bin, bekennen sich deutlicher zu ihren Religionen als ich es sonst aus dem deutschen Alltag kenne. Sie bringen gelebte Religion mit in meinen Alltag. Faszinierend finde ich, dass alle großen Religionen durchaus eine gemeinsame Wertebasis haben: Respekt vor Gottes Schöpfung, friedliches Zusammenleben, Hilfsbereitschaft und Teilen mit dem, der weniger hat. Wo das fehlt oder von Menschen und Gesellschaften nicht gelebt wird, da entsteht Leid, Krieg, Armut, Unterdrückung.

Ich setze mich ein für Menschen, die ihre Heimat und Familie verlassen mussten. Ich berate und begleite sie hier in der für die so fremden Umgebung, gehe mit zu Behörden und Ärzten. Ich helfe ihnen unsere Sprache zu verstehen und unsere Art zu leben. Diese Begegnungen sind für mich ein echtes Abenteuer und sie machen mich wirklich reich.

Maria Gaida-Greger engagiert sich im "Arbeitskreis Flüchtlinge" in Waltrop. Wöchentlich bietet die ehemalige Grundschullehrerin "Deutsch als Fremdsprache" für die neu angekommen Flüchtlinge, die noch keinen offiziellen Sprachkurs machen dürfen, an. Sie singt im Chor "Intermezzo" der Kirchengemeinde St. Peter.

Foto: privat
19.12.2014


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