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Ende des Steinkohle-Bergbaus: KAB lädt zum Erinnern und Aufbrechen


Bottrop. Schicht im Schacht! So heißt es am 21. Dezember 2018, wenn in Bottrop und Ibbenbüren die letzten Steinkohlebergwerke Deutschlands nach 500 Jahren endgültig ihre Tore schließen.

Ein historischer Wendepunkt für das Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet, das waren einst fast 150 Zechen – in Bochum, Herne, Essen, Dortmund, Gelsenkirchen, Oberhausen, Hamm, Kamp-Lintfort u.v.m. Ende der Fünfziger waren das an die 600.000 Kumpel, die 150 Millionen Tonnen Kohle zu Tage förderten, der Treibstoff für das Wirtschaftswunder. Das waren mal unzählige Bergbausiedlungen. Baugleiche Häuschen, eines neben dem anderen, geschwärzten Fassaden schon nach kurzer Zeit, vor dem Haus eine Bank, dahinter ein Gärtchen. Das waren Hunderte Bergmannsvereine. Das war mal: schmutzig, aber echt.

Auch der selige Nikolaus Groß, führend in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), war ein Teil der langen Tradition des Bergbaus im Ruhrgebiet. Von 1915 bis 1919 war er, wie sein Vater, Bergmann in der Zeche Dahlhauser Tiefbau.

Auf Grund dessen lädt die KAB ein zum Erinnern und Aufbrechen: Glück Auf Zukunft – Halde Haniel.

Der Veranstaltungsort, die Halde Haniel des Bergwerks Prosper-Haniel, ist ein symbolhafter Ort für die enge Verbindung von Arbeitswelt und Kirche und somit genau der richtige Platz für eine würdige Verabschiedung der Diözesanverbände der KAB Essen, Köln und Münster vom Steinkohlebergbau.

Am 22. September 2018 wollen wir nicht das Ende einer Ära betrauen, sondern gemeinsam mit dem Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler und Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz sowie Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW einen Blick in die Zukunft wagen und feierlich Abschied nehmen.

Wir werden uns auf die Spuren des Bergbaus bis zum Haldenkreuz begeben. Der Kreuzweg der Halde Haniel ist einzigartig. Er ist ganzjährig ein Ort des Gebetes, der Besinnung und des Ausdrucks der engen Verbundenheit von Kirche und Bergbau.

Nach der Eucharistiefeier mit Weihbischof Schepers und Weihbischof Geerlings bleibt noch Zeit zur Begegnung. Für die Verpflegung sorgt das Bistro Jedermann aus Oberhausen, die musikalische Gestaltung wird von der Bergkapelle Niederrhein, Meinrad Rupieper und dem Spielmannszug „Glück Auf“ Feuerwehr Essen durchgeführt.

 

Ablaufplan
11.00 Uhr: Begrüßung Hermann-Josef Schepers, KAB Oberbürgermeister Bernd Tischler Oberbürgermeister Daniel Schranz
11.30 Uhr: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
12.00 Uhr: Auf den Spuren des Bergbaus - Der Weg bis zum Kreuz
13.15 Uhr: Eucharistiefeier mit Weihbischof Ludger Schepers Weihbischof Dieter Geerlings Präses Michael Prinz (KAB Münster) Präses Jürgen Haberl (KAB Essen) Präses Michael Inden (KAB Köln) Musik: Semper More
15.00 Uhr: Zeit für Begegnungen Verpflegung: Café Jedermann musikalische Beiträge: . Bergkapelle Niederrhein . Meinrad Rupieper . Spielmannszug „ Glück Auf“ Feuerwehr Essen
16.30 Uhr: Ende der Veranstaltung


Text/Foto: KAB Essen
26.07.2018


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