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KAB beim Arbeitnehmerempfang der Landesregierung


KAB beim Arbeitnehmerempfang der Landesregierung

Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, (re.) begrüßte die Delegation des KAB Diözesanverbandes Münster beim Arbeitnehmerempfang der NRW-Landesregierung.

Oberhausen. Als Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, „Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!“ rief, donnerte der kräftigste Applaus des Abends durch das Congress-Centrum Oberhausen. Dort hatte der Ministerpräsident des Landes, Armin Laschet, im Vorfeld des „Tag der Arbeit“ zum traditionellen Arbeitnehmerempfang geladen. Der Saal war voll, die Stimmung aufmerksam und der KAB Diözesanverband Münster am Tisch 19 mittendrin. Der Ministerpräsident nutzte den Abend, um die Leistungen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, der Betriebsräte und Gewerkschaften zu würdigen. Anja Weber bezeichnete den Arbeitnehmerempfang als „wichtiges Signal der Wertschätzung und des Dialogs an die Gewerkschaften“. Sie forderte die Landesregierung auf, die Gewerkschaften stärker bei ihrem Engagement für mehr Mitbestimmung und Tarifbindung zu unterstützen.

Es ging auch viel um Strukturwandel in den Reden des Abends – um die Schließung der letzten Zeche im Ruhrgebiet im Dezember, um die Perspektiven des Landes, der Bildung und immer wieder um die Zukunft der Erwerbsarbeit und der Arbeitsplätze in NRW. Da wurde die Kraft der Kommunen herausgestellt, die Digitalisierung als grundlegende Veränderungskraft, die es positiv für alle zu gestalten gelte, beschworen und auf einen Dialogprozess aller Betroffenen und Akteure im Land hingewiesen.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann erinnerte an die gute Tradition des Dialogs der Landesregierung mit den Gewerkschaften: „Aber nicht der Tradition wegen, sondern weil ich die Gewerkschaften als kompetente und verlässliche Gesprächspartner kenne und schätze, baue ich auch künftig auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit“, sagte der ehemalige KAB-Bezirksvorsitzende Laumann.

Anja Weber kritisierte die Regierung für Talentschulen-Konzepte und Arbeitspolitik und forderte den Ministerpräsidenten höflich aber nachdrücklich auf, „Reden Sie mir uns!“. Armin Laschet lud zum Dialog ein, konterte der Kritik Webers – „wir brauchen in den schwierigsten Vierteln der Stadt die besten Schulen“ (Laschet) und schwang ein letztes Mal auf das Ende der Geschichte der Steinkohle in NRW ein: Was vom Kumpel unter Tage, von dessen Erfahrungen bliebe, fragte er. Und gab sich und den Publikum aus Gewerkschaften und Verbänden seine Antwort: Unter Tage und unter den Kumpeln habe die Frage nach Herkunft oder nach Religion keine Rolle gespielt. „Kann ich mich auf dich verlassen?“, sei die entscheidende und lebenswichtige Frage unter Tage. Und das ist ein gutes Vermächtnis.

Text: Heike Honauer/pd
Foto: KAB
03.05.2018


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