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Rosen und Politik zum Frauentag


Gabriele Sandells (links) und Elisabeth Wildoer (rechts) von der KAB überreichen Rosen an die Mitarbeiterinnen einer Arztpraxis in Amelsbüren.

Gabriele Sandells (links) und Elisabeth Wildoer (rechts) von der KAB überreichen Rosen an die Mitarbeiterinnen einer Arztpraxis in Amelsbüren.

Münster. Ortrud Harhues, Elisabeth Wildoer und Gabriele Sandells sind mit einem Arm voll Rosen in Amelsbüren bei Münster unterwegs. Die KAB-Frauen steuern Praxen von Ärzten und Ärztinnen an, um den dort beschäftigten Frauen eine Rose als Anerkennung ihrer Arbeit zu überreichen. Anlass ist der heutige „internationale Frauentag“. Vor 100 Jahren erhielten die Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Es waren Frauen wie Hedwig Dohm, Helene Weber und Elisabeth Selbert die nicht müde wurden, die politischen Rechte von Frauen einzufordern und als Parlamentarierinnen zu vertreten.

Lange musste die Arbeiterinnenbewegung dafür kämpfen – erst nach dem 2. Weltkrieg kam in das Grundgesetz: Männer und Frauen sind gleichberechtig. Heute stellen Frauen fest, dass der rechtlichen Gleichstellung die tatsächliche Gleichstellung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nicht einhergeht.

Nach wie vor werden Frauen schlechter bezahlt, haben Probleme Familie und Beruf wegen wenig familiengerechter Arbeitszeiten zu vereinbaren. Sie haben geringere Aufstiegschancen und am Ende weniger Rente als Männer. Typische „Frauenberufe“ wie der der medizinischen Fachangestellten („Arzthelferin“) verlangen hohe fachliche und soziale Kompetenz, werden aber noch immer deutlich schlechter bezahlt als vergleichbare „Männerberufe“. Dies wirkt sich letztlich bis in die niedrige Rente der Frauen aus.

Mit ihrer Rosenaktion mahnen Frauen der KAB im Bistum Münster heute an, die Gleichbehandlung und Gleichstellung von Frauen voranzubringen. „Wir danken den beschäftigten Frauen in Arztpraxen ganz persönlich mit einer Rose“, erklärt Ortrud Harhues von der KAB. Gleichzeitig, so Harhues weiter, mache die Aktion öffentlich auf die Forderung nach besserer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen für Frauen heute aufmerksam.


Text: KAB
Foto: Ortrud Harhues
08.03.2018


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