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Familiengerechte Arbeitswelt statt arbeitsweltgerechte Familie.


Vertreter*innen der KAB Recklinghausen und des KönzgenHauses diskutierten in Düsseldorf mit SPD-Abgeordneten zu Fragen von Familie und Arbeitswelt.

Vertreter*innen der KAB Recklinghausen und des KönzgenHauses diskutierten in Düsseldorf mit SPD-Abgeordneten zu Fragen von Familie und Arbeitswelt.

Düsseldorf. Die familiengerechte Umgestaltung der Arbeitswelt stand im Mittelpunkt eines Gesprächs der KAB Recklinghausen mit Vertreter*innen der SPD im Landtag Nordrhein-Westfalen. Anja Butschkau, Dr. Dennis Maelzer und Frank Müller vom Ausschuss „Familie, Kinder und Jugend“ des Landtages hatten die Vertreterinnen der KAB und Laura Schudoma vom KönzgenHaus in Haltern am See eingeladen, um über die KAB-Positionen zu Familie und Arbeitswelt zu sprechen. Wirtschaftsverbände sprechen gern davon, dass Familienpolitik Wirtschaftspolitik sei, kritisierte KAB-Regionalsekretärin Ulrike Klorer. Das greife deutlich zu kurz. Dr. Dennis Maelzer teilte die Auffassung der KAB, dass „der Arbeitsmarkt familiengerechter und nicht die Familie arbeitsmarktgerechter werden muss“.

Familiengerechte Arbeitszeiten
Zu familiengerechter Arbeitszeit gehöre, so Wolfgang Wagner, stellvertretender Bezirksvorsitzender, die Möglichkeit von Vollzeit in Teilzeitarbeit und zurück. Er verwies darauf, dass das derzeitige Elternzeitgesetz und das Teilzeitarbeitsgesetz in ihren jeweiligen Ausführungen nicht Hand in Hand gehen.

Verlässliche Kinderbetreuung
Eine verlässliche und gute Kinderbetreuung ist ein wichtiger Faktor, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt. Dafür arbeiten sie, so berichteten die drei Abgeordneten, an neuen Modellen für die Kinderbetreuung.

Kindergrundsicherung und Kindergrundeinkommen
Grundsätzlich müsse, so Frank Müller, Familie konsequent von den Kindern und nicht so sehr von der Institution „Ehe“ her gedacht werden. Die SPD favorisiert das Modell der Kindergrundsicherung der SPD – die KAB vertritt das Modell des elternunabhängigen Kindergrundeinkommens.

Auswirkungen auf die Rente
Aus Erziehenden werden irgendwann Rentner*innen. Dennoch, so Klorer, seien Sozialgesetzgebung und die Rente nicht aufeinander abgestimmt. „Die Rente für Erziehungszeiten wird auf die Grundsicherung im Alter angerechnet und nicht unabhängig von der Grundsicherung berechnet“, kritisiert sie. Da gäbe es deutlichen gesetzlichen Handlungsbedarf.


Text/Foto: KAB
06.12.2017


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