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Heiligabend 2017: KAB ruft zum Kaufverzicht auf!


Münster. Keine Geschenke auf den letzten Drücker und die Gans ruht einen Tag im Kühlschrank. So könnte der diesjährige Heiligabend für alle ein wahres Fest werden, sagt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster und ruft ihre Mitglieder auf, am 24. Dezember 2017 auf den Einkauf zu verzichten und sich vor Ort öffentlich gegen Ladenöffnungen am 24. Dezember auszusprechen.

Der Heilige Abend fällt in diesem Jahr auf einen arbeitsfreien Sonntag. „Der Heilige Abend darf nicht zum Anlass genommen werden, den Angestellten im Handel das wohl verdiente Weihnachtsfest zu verderben", erklärt Hermann Hölscheidt, Diözesansekretär der KAB im Bistum Münster.

Eine zeitlich befristete Öffnung an Heiligabend ist in manchen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen zulässig, sofern vor allem Lebens- und Genussmittel im Angebot sind. Ebenfalls unterschiedlich sind die möglichen Öffnungszeiten in den Bundesländern. Die KAB befürchtet, dass viele Kommunen in den Bundesländern die unterschiedlichen Regelungen zum Sonntagsschutz ausnutzen werden.

Forderung nach stressfreiem Weihnachtsfest

Mit einer Brief-Aktion an die Einzelhändler will sich der katholische Sozialverband bundesweit aktiv für einen arbeitsfreien Heiligen Abend in diesem Jahr stark machen. Damit unterstützt die KAB die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die die Verbraucher ebenfalls zum Kaufverzicht am Heiligen Abend in diesem Jahr aufgerufen hat. „Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagöffnungszeiten anwenden zu wollen, unglaublich zynisch", sagte Stefanie Nutzenberger, verantwortlich für den Bereich Handel im Verdi-Bundesvorstand.

KAB-Diözesansekretär Hermann Hölscheidt appellierte daher auch an die Geschäftsinhaber im Einzelhandel, die Belange der Beschäftigten stärker zu berücksichtigen und ihnen ein stressfreies Weihnachtsfest zu bescheren. Hölscheidt verweist auf den Discounter Aldi, der sich klar gegen eine Sonntagsöffnung am Heiligen Abend ausgesprochen hat. Laut dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen wollen zwanzig Prozent der Geschäfte in NRW am Heiligen Abend öffnen.

Text: KAB
20.11.2017


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