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Sinn-Kostprobe Nr. 151: „Meine Grundbausteine.“


Damian Kleingunnewyck.

"Was ist für dich sinnvoll im Leben“, fragen wir Damian Kleingunnewyck, Bufdi aus Vreden.

„Die Antwort auf diese Frage ändert sich von Tag zu Tag. Dennoch habe ich für diese Frage eine Art gefunden, diese zu beantworten. Diese Art würde ich gerne mit euch teilen. Und das in einem kurzen Text.

Ich sehe mein Leben als eine Art Säule. Diese besteht aus vier Grundbausteinen, auf die sich dann alles andere stapelt. Diese Grundbausteine sind so ziemlich meine Antwort auf die Frage, was für mich in meinem Leben sinnvoll ist.

Meine Grundbausteine sind Familie, Freunde, Musik und Gaming. Die Familie unterstützt mich in jeder Lebenslage und ist für mich da. Dies gebe ich auch gerne, als Teil dieser Familie, zurück. Meine Freunde machen mein Leben sinnvoll, da sie mich wie meine Familie unterstützen und immer einer für den anderen da ist – egal wie weit wir voneinander entfernt sind. Mit Freunden kann ich über Dinge reden, die ich vielleicht nicht mit meiner Familie besprechen will. In meinem Leben ist die Musik sinnvoll, weil sie mich mit verschiedensten Emotionen erfüllt und ich einfach mit Musik abschalten kann. Wenn ich mit meiner Schwester zusammen singe, macht es immer Spaß und die Musik verbindet uns. Der Grundbaustein Gaming ist sicherlich einer, mit dem die wenigsten Menschen etwas anfangen können. Dennoch gehört er bei mir dazu. Er ist für mich in meinem Leben sinnvoll, weil ich immer mal wieder gern in eine virtuelle Welt abtauche. In dieser virtuellen Welt vergesse ich alle Sorgen und Probleme der realen Welt. Manche Videospiele sind wie eine Geschichte aus einem Roman – mal fantastisch, mal romantisch, mal wie eine Unterrichtsstunde. Sie faszinieren und fesseln mich mit ihrer Art, mir (einem Spieler), deutliche Wahrheiten über das Leben in der realen Welt anschaulich und verständlich zu machen. Sie erzählen und erklären. Sie unterhalten mich nicht nur.

Ich spiele mit Leuten, die ich meist gar nicht kenne. Sie kommen aus verschiedenen Ländern und Kulturen und dennoch können wir friedlich miteinander umgehen. Das macht es für mein Leben sinnvoll, weil ich durch das Gaming immer wieder neue Freunde finde oder einfach mal mit völlig Fremden über Themen reden kann, über die man sonst nicht sprechen würde. Man erzählt, erfährt, teilt und lernt immer wieder Neues. Diese Bausteine sind meine Art auf diese spezielle Frage zu antworten.

Damian Kleingunnewyck (* 1997) lebt mit seiner Schwester, seinen Eltern und seiner Oma im Münsterland. Derzeit ist er als „Bufdi“ (Bundesfreiwilligen Dienst) in der mobilen Pflege bei der Caritas.

Foto: privat
06.10.2017


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