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Sonntagsshopping untergräbt Arbeitnehmerschutz.


Münster. Als Tiefschlag gegen den Sonntagsschutz bezeichnet Hermann Hölscheidt, Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster die Vereinbarung im Koalitionsvertrag von CDU und FDP zur Ladenöffnung an Sonntagen. Statt wie bisher vier sollen die Kommunen künftig acht verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlauben dürfen.

Die Argumentation, Sonntagsöffnungen seien nötig, um der Zunahme des online-Handels entgegenzuwirken, hält er für falsch. "Wer online bestellen will, tut dies – egal wann Läden geöffnet sind", sagt er. "Außerdem verlagert das Sonntagsshopping lediglich den Einkaufstag und bringt außer zusätzlicher Arbeitszeit für die Angestellten im Einzelhandel nichts", ist er sicher. Sonntagsschutz sei Freiheitsschutz und Arbeitnehmerschutz und als solche eine wichtige Errungenschaft – und diese höhlen die CDU und FDP mit der Verdoppelung der Sonntagsöffnungen laut ihrem Koalitionsvertrag deutlich aus.

Hölscheidt warnt vor der Entwicklung, den Sonntag zu einem ganz normalen Werktag zu machen. Der freie Sonntag sei nicht nur ein wichtiges religiöses Gut, sondern auch ein wichtiges Kulturgut. "Sonntage sind gemeinsame Atempausen unserer Gesellschaft und als solche unverzichtbar", sagt Hölscheidt. Es lohne sich, für diese Freiheit des freien Sonntags zu kämpfen.


Text: KAB
Foto: Monika Thies
14.06.2017


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