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Sinn-Kostprobe Nr.: 131: "Ich lebe meinen Glauben als Benediktiner Mönch."


Frater Lukas.

Frater Lukas ist 24 Jahre, als er in ein Kloster eintritt. Das ist nun zwei Jahre her. Er hat seinen Platz im Leben gefunden.

"Seit zwei Jahren lebe ich als Benediktiner Mönch im Kloster Ottobeuren in Bayern. Hier lebe ich sinnvoll meinen Glauben. Beten und arbeiten bestimmt unser Klosterleben. Wir beten täglich sieben Gebetseinheiten am Morgen, Mittag und Abend. Die erste Gebetseinheit ist am Morgen von 5.30 bis 6.10 Uhr, sie besteht aus der Vigil und der Laudes. Die Mittagshore von 12.00 - 12.15 Uhr und dort wird die Terz und/oder Sext und Non gebetet. Die Vesper beten wir werktags um 18.00 - 18.40 Uhr und am Wochenende von 17.30 - 18.10 Uhr. Die Komplet um 19.00 Uhr bzw. 19.30 Uhr beendet unseren Tag.

In Ottobeuren habe ich verschiedene Aufgaben: Ich arbeite im Refektorium, das ist der Speisesaal des Klosters. Ich bin als Getränkewart für die Getränke meiner Mitbrüder und der Gäste des Hauses zuständig. Eine andere Aufgabe ist in der Sakristei die liturgische Kleidung und die liturgischen Gefäße für Messen und Andachten vorzubereiten. Außerdem stelle ich aus Kerzenresten neue Kerzen her. Im Kloster ist viel zu tun. Deshalb arbeite ich überall dort, wo man mich braucht.

Viele fragen mich, warum ich ins Kloster eingetreten bin. Ich lebe hier, weil ich auf der Suche nach Gott bin und Gott mir diesen Platz im Kloster gezeigt hat. Im Kloster kann ich ihn weiter suchen und darf meinen Glauben weiter ausbauen. Ich fühle mich in Ottobeuren zuhause, obwohl ich im Ruhrgebiet aufgewachsen bin und dort meine Ausbildung zum Bäcker gemacht habe. Ich bin angekommen.

Frater Lukas (* 1991) bürgerlicher Name ist Christoph Amtmann. Der 26-Jährige lebt seit 2015 im Benediktinerkloster Ottobeuren, von dem er sagt: "Ich bin für zehn Tage hingefahren und nach fünf Tagen wusste ich, dass dies mein Zuhause sein wird." Der gelernte Bäcker mag Musik – am liebsten hört er Heavy Metal und Schlager. Seine Eltern und seine Schwester leben weiterhin im Ruhrgebiet.

Foto: privat
12.05.2017


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