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Sinn-Kostprobe Nr. 129: "Das Grundeinkommen macht uns sehend"


Prof. Götz W. Werner.

"Warum ist ein bedingungsloses Grundeinkommen sinnvoll?", fragen wir Prof. Götz W. Werner, Gründer der dm-drogerie markt-Kette.

"Eine Mutter, die ihrem Baby die Windeln wechselt, tut das, weil es Sinn macht und weil sie ihr Kind liebt. Windeln zu wechseln ist Arbeit, egal ob es eine Erzieherin, die ein Einkommen erhält, macht oder die Mutter es unbezahlt tut. Alles, was wir für andere Menschen tun, ist Arbeit. Sie ist das Mittel, der Zweck sind andere Menschen. Erst wenn unsere Mitmenschen die Arbeit wertschätzen, ist sie auch sinnvoll.

Und ein Einkommen versetzt uns in die Lage, für andere tätig zu werden. Das ist etwas, das es moralisch und geistig zu bewältigen gilt: Jeder Mensch braucht eine Teilhabe, um mit seinen Fähigkeiten und Talenten für andere tätig werden zu können. Diese Teilhabe ist das bedingungslose Grundeinkommen, ein Ausdruck der Nächstenliebe. Es macht uns sehend für die Bedürfnisse anderer."

Prof. Götz W. Werner ist Gründer und Aufsichtsrat von dm-drogerie markt. 1973 eröffnete er den ersten Markt in Karlsruhe. Inzwischen arbeiten europaweit mehr als 55.000 Menschen bei dm. In seinem Buch "Sonst knallt’s!", das er mit Marc Friedrich und Matthias Weik verfasst hat, zeigen die Autoren, wie wir mit einem bedingungslosen Grundeinkommen jedem ein menschenwürdiges Leben ermöglichen können.

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird von Initiativen und Netzwerken auch als Tag des Grundeinkommens begangen.


Foto: dm/Alex Stiebritz
28.04.2017


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