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Sinn-Kostprobe Nr. 119: "Fröhlich feiern"


Rudi Teriete mit dem Kinderprinzenpaar.

Rudi Teriete aus Bocholt hat "Karneval im Blut" – und warum das sinnvoll ist, erzählt er hier.

"Der hat Karneval im Blut" - diesen Spruch höre ich in der Karnevalszeit schon mal. Wobei nicht klar ist, was er zu bedeuten hat. Haben Karnevalsjecken während der närrischen Zeit mehr Alkohol als Blut in den Adern? Oder auch nur, der oder die, ist vom Karneval durchdrungen sind?
Feiern und Feste gehören zum Leben dazu. Ist auch schon in der Bibel nachzulesen. Jesus musste auf Bitten seiner Mutter aus Wasser Wein machen, damit die Hochzeitsgäste weiter feiern konnten.

Meine Karnevals-"Karriere" begann Mitte der 50er-Jahre mit 16 Jahren als Messdiener und Jung-CAJler. Als Pfarrjugendkarneval haben wir tolle Feste gefeiert und Rosenmontag ging´s durch die Gemeinde zum Wurst aufholen. Warum damals exakt während der Karnevalstage auch das 40- stündige Gebet festgelegt war, habe ich nie so richtig begriffen. Die Fastenzeit war doch direkt dahinter. War wohl so ein Trick der Kirche, die Katholiken vom Karneval fern zu halten. Dabei gibt´s Karneval ja in überwiegend katholischen Gegenden.

Mit unserm Pfarrjugendkarneval Hl. Kreuz und St. Paul, aus dem dann aus vereinsrechtlichen Gründen später ein Verein, die LaPaBo, wurde, haben wir große Säle gefüllt und schöne Feste gefeiert. Es macht Spaß, mit so vielen Gleichgesinnten fröhlich zu feiern und den Besuchern einen schönen Abend zu bieten. Die 50 bis 60 Mädchen in unseren drei Tanzgruppen trainieren das ganze Jahr Woche für Woche, um gelungene Tänze hinzulegen. Da geht’s um Disziplin, Konzentration und Fitness. Ich denke, das ist Jugendarbeit im besten Sinne des Wortes.

Lachen ist die beste Medizin. Darum ist die Büttenrede auch ein wichtiger Bestandteil einer jeden Karnevalssitzung. Seit 60 Jahren macht es mir Spaß, in der Bütt so zur Volksgesundheit beizutragen.

Freude, Optimismus und Frohsinn gehören zum Leben. Im alten Laudate gab's ein Gebet um Humor. Wir haben es gebetet und vor allen Dingen dann auch gemacht und machen es noch. Daher macht es für mich Sinn, auch Karneval im Blut zu haben."

Rudi Teriete (* 1940) war drei Jahre CAJ-Sekretär in Oldenburg und 33 Jahre lang KAB-Sekretär am Niederrhein. Er lebt mit seiner Familie in Bocholt im westlichen Münsterland. In der Bütt seines Karnevalsvereins LaPaBo ist Rudi Teriete mit ‘Ohme & Bennätzken’ bereits Kult.



Mehr auf: www.lapabo.de


Foto: privat
24.02.2017


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