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Unterschriftenlisten in Berlin übergeben: 22435-mal "Ja"
Fünf Ordner, sechs Parlamentarier, sieben VertreterInnen des Münsterländischen Rentenbündnisses: v. li.: Ruprecht Polenz (CDU), Benedikt Kemper (KAB), Michael Groß (SPD), Sigrun Jäger-Klodwig (Familienbund), Reinhold Sendker (CDU), Karl Schiewerling (CDU), Ulrich Oskamp (Landvolk), Maria Kleingräber (kfd), Thorsten Schulz (Kolping), Gabriele Koetz (kfd), Bernhard Bockhorst (KAB) und Johannes Röring (CDU). Auf dem Foto fehlt Jens Spahn (CDU).
Berlin. Im runden Sitzungssaal des Ausschusses für Arbeit und Soziales des deutschen Bundestages wurden sie an die Parlamentarier aus SPD und CDU übergeben – die fünf prall gefüllten Ordner mit den 22435 Unterschriften für eine solidarische, zukunftssichere Rente. "Vier Säulen für ein Halleluja" forderte denn auch das Transparent, das die VertreterInnen von fünf katholischen Erwachsenverbänden mitgebracht hatten. Nicht mehr und nicht weniger, meinten sie, sei für eine solidarische und gerechte Rente nötig.
Benedikt Kemper, Sekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bezirk Borken, erläuterte mit den KollegInnen aus dem Rentenbündnis des Bistums Münster das Modell, das die fünf Verbände gemeinsam auf den Weg gebracht hatten. Bernhard Bockhorst, Diözesanvorsitzender der KAB, erinnerte die Parlamentarier daran, dass die Unterschriftenaktion eine von vielen ehrenamtlichen MitstreiterInnen getragene Kampagne gewesen sei. "Sie ist ein echtes Stück gelebter Demokratie", betonte er nachdrücklich.
Mit den Abgeordneten Karl Schiewerling aus Coesfeld (CDU), Ruprecht Polenz aus Münster (CDU), Michael Groß aus Marl (SPD), Reinhold Sendker aus Warendorf (CDU), Jens Spahn aus Ahaus (CDU) und Johannes Röring aus Vreden (CDU) fanden die sieben VertreterInnen des Rentenbündnisses aufmerksame Zuhörer. Karl Schiewerling bedankte sich auch im Namen der KollegInnen für das sozialpolitische Engagement der Verbände. Sie haben, würdigte Schiewerling, durch ihre Aktion das Rentenmodell in der Öffentlichkeit breit diskutieren lassen. Ob das Modell eins zu eins umzusetzen sei, könne er nicht garantieren. "Aber ich werde es immer wieder zur Sprache bringen" versprach er.

KAB-Diözesanvorsitzender Bernhard Bockhorst (li.) bei letzten "Handarbeiten" vor der Übergabe der Unterschriftenlisten im Paul-Löbe-Haus.
Für das Rentenbündnis der katholischen Verbände im Bistum Münster überreichten sieben VertreterInnen aus KAB, Kolpingverband, Frauengemeinschaft (kfd), Katholische Landvolkbewegung und dem Familienbund die Unterschriftenlisten.
Sie hatten in ungezählten Veranstaltungen und Aktionen seit April 2009 Unterschrift um Unterschrift für das Rentenmodell gesammelt.
Anders als die bisherige Rentenregelung setzt das Modell der katholischen Verbände auf drei bzw. vier Säulen, die die soziale Sicherheit im Alter garantieren sollen. Der Unterbau, der Altersarmut verhindern soll, ist die Sockelrente. Säule zwei ist die Arbeitnehmer-Pflichtversicherung. Säule drei und vier sind die betriebliche bzw. private Altersvorsorge.
"Das Transparent macht sich gut im Sitzungssaal", fand Benedikt Kemper, als die Vertreter des Bündnisses sich nach der Übergabe bei einem Kaffee im Paul-Löbe-Haus stärkten. "Eigentlich", sinnierte er weiter "hätte es als ständige Erinnerung in Berlin bleiben müssen!". Die fünf schwergewichtigen Ordner, die bleiben jedenfalls.
Text: Honauer/Kemper
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